Verizon schluckt AOL

Der amerikanische Mobilfunkriese Verizon schluckt den Online-Pionier AOL. Der Kaufpreis liege bei rund 4,4 Milliarden Dollar (3,9 Milliarden Euro), teilten die Unternehmen am Dienstag mit. Zu AOL gehört unter anderem die Online-Zeitung "Huffington Post". AOL hatte zu seiner Blütezeit als Internet-Provider mehr als 30 Millionen Abonnenten weltweit. Im Jahr 2000 fusionierte AOL im dem Medienkonzern Time Warner. Faktisch übernahm AOL das Traditionsunternehmen für mehr als 160 Milliarden Dollar. Doch das Geschäft brachte nie den erhofften Effekt. AOL wurde 2009 wieder als einzelnes Unternehmen abgespalten und versuchte seitdem, mit wechselndem Erfolg, Geld mit Online-Werbung zu verdienen.

Verizon unterstreicht jetzt mit dem Zukauf seine Ambitionen im mobilen Video- und Werbegeschäft, für das AOL eine Plattform bietet. Die Übernahme soll im Sommer abgeschlossen werden. Im ersten Quartal legte der AOL-Umsatz im Jahresvergleich um sieben Prozent auf 625 Millionen Dollar zu. Der Nettogewinn sank hingegen um ein Viertel auf nur sieben Millionen Dollar.
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