Verlust eingefahren

Rolf Habben Jansen. Bild: dpa

Der Chef nennt das zurückliegende Jahr "ambivalent". Die führende deutsche Reederei Hapag-Lloyd hat einen hohen Verlust verbucht, aber gleichzeitig den Grundstein für eine bessere Zukunft gelegt.

Die Linienreederei Hapag-Lloyd hat 2014 ein Minus von fast 604 Millionen Euro gemacht. Das Konzernergebnis sei aber stark von Einmaleffekten geprägt, teilte das Unternehmen am Freitag in Hamburg mit. Dazu gehörten vor allem die Übernahme der Containersparte der chilenischen Reederei CSAV sowie eine Wertminderung auf alte Schiffe. Im Jahr zuvor hatte der Verlust 97 Millionen Euro betragen. Das Transportvolumen steigerte sich dagegen um 7,5 Prozent auf 5,9 Millionen Standardcontainer (TEU). Der Umsatz legte um 3,7 Prozent auf 6,8 Milliarden Euro zu. "2014 war ein schwieriges Jahr, aber wir haben auch die Grundlage für die Wende gelegt", sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen. "Durch den Zusammenschluss mit CSAV haben wir eine viel bessere Basis für die Zukunft." Hapag-Lloyd ist nun mit rund 200 Schiffen, einem Umsatz von neun Milliarden Euro und 11 000 Mitarbeitern die viertgrößte Container-Linienreederei der Welt.

Hapag-Lloyd gehört nun zu 34 Prozent CSAV, zu 23,2 Prozent der Stadt Hamburg und zu 20,8 Prozent dem Unternehmer Klaus-Michael Kühne. Diese drei Eigner haben ihre Anteile gepoolt und treffen Entscheidungen gemeinsam. Weiterer Großaktionär ist die Tui (13,9 Prozent), die sich aber von ihren Anteilen trennen will.
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