Verluste zumindest eingedämmt
GfK schreibt weiter rote Zahlen

Seit Jahren versucht das Marktforschungsunternehmen GfK, sich besser für die Zukunft aufzustellen. Doch es fehlen Aufträge. Bild: dpa

Nürnberg. Nach einem katastrophalen ersten Halbjahr und dem Rücktritt der Konzernführung hat das Marktforschungsunternehmen GfK seine Verluste im dritten Quartal zumindest eindämmen können. Unter dem Strich habe ein Minus von 6,6 Millionen Euro gestanden, teilte das Nürnberger Unternehmen am Montag mit. Für die ersten neun Monate des Jahres summieren sich die Verluste des im SDax notierten Konzerns damit auf 139,4 Millionen Euro. Hier hatte im Vorjahreszeitraum noch ein Gewinn von 51,4 Millionen Euro zu Buche gestanden. Mit 355,3 Millionen Euro lag der Umsatz im dritten Quartal 4,3 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Bezogen auf die ersten neun Monate ging der Umsatz um 3,7 Prozent auf 1,077 Milliarden Euro zurück.

Hintergrund der negativen Entwicklung sind hohe Abschreibungen auf den Firmenwert im Geschäftsbereich Consumer Experience. Dieser beschäftigt sich mit Verhalten, Wahrnehmungen und Einstellungen von Verbrauchern und beantwortet die Fragen, wer warum und wie konsumiert. Der Sparte mangelt es an Aufträgen. Allerdings habe sich die Auftragslage im dritten Quartal wieder verbessert, teilte die GfK mit. Das Marktforschungsinstitut baute seit Jahresbeginn weltweit 343 Stellen ab. Die GfK muss zudem nach dem Rücktritt von Vorstandschef Matthias Hartmann im August die Unternehmensspitze neu besetzen.
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