Versorger EnBW macht Verlust von 450,7 Millionen
Sturz in die roten Zahlen

Der Versorger EnBW ist 2014 wegen der Folgen der Energiewende erstmals seit drei Jahren wieder in die roten Zahlen gerutscht. Ein Grund seien hohe Wertberichtigungen auf Kohlekraftwerke, sagte Vorstandschef Frank Mastiaux am Dienstag in Karlsruhe. Die konventionelle Stromerzeugung könne nicht mehr wirtschaftlich betrieben werden, weil sich der Preisrückgang im Stromgroßhandel fortsetze. Eine Entlastung für die Stromrechnung von Privathaushalten sei nicht in Sicht. Die Nummer drei der großen deutschen Energiekonzerne nach Eon und RWE wies für 2014 unterm Strich einen Verlust von 450,7 Millionen Euro aus. 2013 hatte es noch einen geringen Nettogewinn von 51 Millionen Euro gegeben. EnBW begründete die Entwicklung mit hohen Abschreibungen auf seine Kohlekraftwerke. Die Anlagen wurden um 1,2 Milliarden Euro niedriger angesetzt, weil sie nicht mehr rentabel bewirtschaftet werden können. Vor allem der Ökostrom-Boom drückt bei Betreibern konventioneller Kraftwerke immer stärker auf die Ergebnisse.
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