Verstärkt auf Achse

Während per Lastwagen, Schiff und Flugzeug im vergangenen Jahr mehr Güter befördert wurden, sank das Aufkommen auf der Schiene um 2,4 Prozent auf 365 Millionen Tonnen. Archivbild: dpa

Die Konjunkturerholung in Deutschland hat dem Güterverkehr im vergangenen Jahr einen Transport-Rekord von 4,5 Milliarden Tonnen beschert.

Das Aufkommen stieg um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mitteilte. Der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2008 wurde um 0,4 Prozent übertroffen. Während per Lastwagen, Schiff und Flugzeug mehr Güter befördert wurden, sank das Aufkommen auf der Schiene um 2,4 Prozent auf 365 Millionen Tonnen. Der Lokführerstreik sorgte den Angaben zufolge insbesondere im Oktober und November für starke Rückgänge.

Mehr Ladung als erlaubt

Deutlich mehr Güter wurden auf der Straße befördert - plus 3,7 Prozent auf rund 3,5 Milliarden Tonnen. Ein Grund war den Statistikern zufolge der kräftige Anstieg von Baustofftransporten wegen des milden Wetters zu Jahresbeginn.

Laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung transportieren viele Lastwagen auf deutschen Straßen aber mehr als erlaubt. Jeder achte Lkw, der im Vorjahr vom Bundesamt für Güterverkehr auf Gewichtsverstöße kontrolliert wurde, sei überladen gewesen, berichtete das Blatt unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung zu einer Anfrage der Grünen.

Das Transportaufkommen in der Seeschifffahrt stieg im vergangenen Jahr um 2,4 Prozent auf 301 Millionen Tonnen. Flugzeuge beförderten 4,4 Millionen Tonnen Fracht (plus 1,9 Prozent). Die Binnenschifffahrt verzeichnete ein Plus von 0,8 Prozent auf 229 Millionen Tonnen. Der Transport von Rohöl in Rohrleitungen veränderte sich kaum.
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