Vogelzucht in Mietwohnung nicht ohne Weiteres zulässig
Zwitscher-Zoff

Kleintierhaltung in einer Mietwohnung ist zwar erlaubt. Allerdings sollte sie sich in Grenzen halten. Wer in seiner Wohnung Vögel züchtet, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Denn die Wohnung werde in einem solchen Fall zweckentfremdet, befand das Amtsgericht Menden (Az.: 4 C 286/13) , wie die Zeitschrift "Deutsche Wohnungswirtschaft" (Heft November 2014) berichtet. 60 bis 80 Kanarienvögel und Zebrafinken in einer rund 50 Quadratmeter großen Wohnung waren aus Sicht des Gerichts zu viel.

In dem verhandelten Fall hatte eine Vermieterin ihre Mieterin zunächst wegen im Treppenhaus abgestellten Gegenständen abgemahnt. Im Verlauf des Streits kamen Beschwerden von Nachbarn über ständigen Vogellärm aus der Wohnung der Mieterin hinzu. Nachdem sich die Vermieterin Zutritt verschafft hatte, stellte sie fest, dass die Mieterin dort viele Vögel hielt. Zudem war die Wohnung verwahrlost. Daher kündigte die Vermieterin, und der Streit landete vor Gericht. Dort bekam die Vermieterin Recht: Abgesehen davon, dass die Mieterin sich geweigert habe, die Gegenstände aus dem Treppenhaus zu entfernen, habe sie mit der Vogelzucht ihre Wohnung zweckentfremdet.
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