Volks- und Raiffeisenbanken in der Oberpfalz steigern Bilanzsumme
Sehr dynamisches Wachstumsjahr

Jürgen Gros. Bild: hfz

München. Die 31 Volks- und Raiffeisenbanken (VR) in der Oberpfalz haben 2015 ihre Partnerinstitute in den anderen Regierungsbezirken in den Schatten gestellt. Sie erhöhten ihre Bilanzsumme um 6,6 Prozent auf 18,5 Milliarden Euro. Der Landesdurchschnitt lag bei nur plus 4,1 Prozent auf 146,8 Milliarden Euro. Insgesamt haben die 273 bayerischen VR-Banken weitere Marktanteile dazugewonnen. Sie erhöhten ihre Kreditvergabe um 5 Prozent auf 87,3 Milliarden Euro und die Geldeinlagen ihrer Kunden um 4,7 Prozent auf 115,1 Milliarden Euro. Beide Steigerungsraten lagen über dem Branchendurchschnitt. Jürgen Gros, Vorstandsmitglied des Genossenschaftsverbands Bayern, sprach bei der Bilanzpressekonferenz der VR-Banken am Donnerstag in München von einem "sehr dynamischen Wachstumsjahr".

Die Bankengruppe erfülle damit ihre Aufgabe als verlässlicher Finanzdienstleister vor allem in den ländlichen Regionen Bayerns. Diese Struktur dürfe durch regulatorische Eingriffe der EU nicht gefährdet werden. Leicht rückläufig waren die Ergebnisse der VR-Banken. Das bereinigte Vorsteuerergebnis sank um 12,8 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro, der Jahresüberschuss um 4,7 Prozent auf 500 Millionen Euro. Beide Werte lagen dennoch über dem langjährigen Durchschnitt. Gros' Vorstandskollege Alexander Büchel begründete die Rückgänge mit den Auswirkungen der Niedrigzinsphase sowie zusätzlichen Aufwendungen aus bankenaufsichtlichen Vorschriften. Allein der Personalaufwand dafür sei auf rund 43 Millionen Euro gestiegen. Laut Gros wollen die VR-Banken weiter in der Fläche präsent bleiben, ihr Filialnetz aber straffen. Damit einher geht ein Personalabbau. Allein im vergangenen Jahr ist die Zahl der Mitarbeiter um über 1000 auf 34 300 gesunken. Durch mehr Produktivität und den Ausbau von Service-Angeboten über das Internet wolle man Beratungsleistung und -qualität aber aufrechterhalten, betonte Gros.
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