Volks- und Schützenfest Weiden: schlechtester Umsatz der letzten Jahrzehnte
Baden gegangen

Der Tag, als der Regen kam. Das nasse, aber erträglichere Wetter zum Fest-Finale am Sonntag riss es nicht mehr heraus: Viele Schausteller des Volks- und Schützenfestes beklagen das mieseste Geschäft seit vielen Jahren. Bilder: zpe (2)

Weiden. (zpe) Die einen sagen es direkt heraus. Andere durch die Blume: Der Umsatz beim Volks- und Schützenfest war einer der schlechtesten der letzten Jahrzehnte. Die Gluthitze hat die Besucher abgeschreckt.

Während das Schätzlerbad Rekordzahlen einfuhr, weil sich die unzähligen Badegäste abkühlen wollten, schwitzten die Schausteller, weil ihnen die Einnahmen ausblieben. Wie Festwirt Gerhard Böckl beklagte, fiel heuer sogar das traditionell starke Freitagabendgeschäft ins Wasser: Das Feuerwerk musste wegen Brandgefahr abgesagt werden. Betriebe und Fahrgeschäfte mit viel Personal hätten diesmal fast draufgezahlt, hieß es aus Schaustellerkreisen.

Viel zu heiß

"Es ist nicht so, dass uns die Leute boykottieren würden. Es war einfach viel zu heiß", stimmt Platzmeister Hans Blum zu. Dass es hätte funktionieren können, habe der mildere Samstag gezeigt. "Das war ein Klasse-Geschäft, weil das Wetter einigermaßen gepasst hat." Schausteller-Chef Gerhard Donhauser sah die Sache optimistischer: Gut, ganz so wie in den letzten Jahren sei's nicht gewesen. Er persönlich sei aber zufrieden. Auch der Betreiber einer rasanten Berg- und Talbahn will sich nicht beschweren. "Nachmittags tote Hose. Abends war es gut." Egal ob Miss-Weiden-Wahl oder "Highline" - es hätten mehr Besucher sein können, meint Böckl. Für 2016 überlegt sich der Festwirt, sein Zelt um ein paar Meter zu verkürzen. Dann würde es immerhin voller ausschauen.

Gedämpfte Lautstärke

Man hätte das Feuerwerk auch auf den Samstag verschieben können, meinte Blum. "Bezahlt war's ja schon." Aber: "Wie hätten wir das so schnell noch bewerben sollen?" Alles in allem dürften wenigstens die Anwohner heuer zufrieden gewesen sein. Die Lautstärke war immer deutlich unter dem erlaubten Pegel. Der Festwirt hatte sich eigens eine Soundmessanlage einbauen lassen. Vielen Gästen sei's eher zu leise gewesen. Und: Die Seitenwände runterzulassen bei 38 Grad Hitze, "das hätte ich meinen Gästen wirklich nicht zumuten können."
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