VW verschont China vor Sparkurs

Nach ersten Berichten über wackelnde Jobs bei Volkswagen ist die Aktie des Autobauers am Montag erneut auf Talfahrt gegangen. Die stimmrechtslosen Vorzugspapiere verloren bis zum Abend 1,4 Prozent. Seit dem Beginn der Abgas-Krise hat die VW-Vorzugsaktie damit rund 40 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Am Wochenende war bekanntgeworden, dass die hierzulande gut 7000 Zeitarbeiter-Jobs bei Volkswagen in Gefahr geraten, sollte sich die Abgas-Affäre in Verkaufsrückgängen niederschlagen.

China soll ausgenommen werden vom Sparkurs, den sich der Konzern als Folge des Skandals auferlegt. In China verkauft der Konzern mehr als jeden dritten Wagen weltweit. Man rechne dort mit "steigenden Marktanteilen" und wolle den Ausbau der Modellpalette "vorantreiben", teilte der Autobauer am Montag mit. VW produziert auf seinem größten Markt keine Dieselautos. Das Landeskriminalamt Niedersachsen hat wie von der Justiz gewünscht 20 Sonderermittler auf die Aufarbeitung der Abgas-Affäre angesetzt. Die "Soko VW" sichtet derzeit unter anderem die Daten, die bei Durchsuchungen sichergestellt worden waren.
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