Was für den einen Blasphemie ist, lässt den anderen unberührt

An überzeugten Christen fehlt es diesem Leser bei der Diskussion nach dem Pariser Attentat:

Das Entsetzen auf das Attentat auf Charlie Hebdo war gewaltig. Die offiziellen Redaktionen darauf waren hilflos, von den europäischen Verhältnissen erzwungene Reaktionen. Es war nicht das erste Attentat dieser Art, wie im NT aufgelistet.

Was mich sehr wundert, ist wie Moslems und Christen auf Blasphemie reagieren. Im vergangenen Jahr gab es eine Gegendemonstration gegen eine Aktion der Lebensrechtsbewegung mit dem blasphemischen Spruch: "Hätte Maria abgetrieben, wäre uns Jesus erspart geblieben."

Einen Widerspruch und etwas Aufregung hatte ich danach schon erwartet. Nichts derartiges habe ich erlebt, man ist ja tolerant, besser gleichgültig, was ja als Toleranz gefördert und erwünscht ist.

Ich kann mir keine größere Blasphemie als obige Worte vorstellen, aber für Atheisten gibt es diesen Tatbestand nicht. Ich hörte, als Christen bräuchten wir keine Angst vor Islamisierung haben, dem ich zustimmen würde, wenn wir überzeugte Christen wären. Leider habe ich den Eindruck, dass dies (oft) meistens nicht mehr der Fall ist.

Fritz Plamper92637 Weiden
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