Weiden bekommt neuen Hauptbahnhof - spätestens 2023 neue Bahnhaltestelle
Bahn frei für neue Halts

Dieser Zug passiert den Hammerweg noch. Spätestens 2023 wird er hier an der neuen Bahnhaltestelle "Weiden-Nord" stoppen. Zudem wird es eine weitere Haltestation "Weiden-Rehbühl" geben. Bild: Götz

Weiden. (mte) Weiden bekommt einen "Hauptbahnhof". Zwei neue Bahnhaltestellen im Stadtgebiet machen das möglich. Den OB freut's. Einerseits.

Künftig wird es zwei neue Haltestellen im Weidener Zugverkehr geben. Die eine heißt "Weiden-Nord" und liegt auf der Strecke in Richtung Marktredwitz. Die andere nennt sich "Weiden-Rehbühl". Sie wird auf dem Weg nach Bayreuth angefahren. Beide Haltepunkte werden bis spätestens 2023 barrierefrei gebaut und auf Bestellung des Freistaats mindestens stündlich bedient. Investiert wird, weil es sich lohnt: "Wir erwarten viele Neukunden", heißt es seitens der Bahn. Und das in solch großer Zahl, dass der Erlös durch die Fahrgäste die Investitionskosten übersteigen werde.

Weiden-Nord und Weiden-Rehbühl

Konkret wird die Haltestelle "Weiden-Nord" nach Informationen eines Bahnsprechers auf Höhe der Ostmarkstraße liegen. Entsprechend kompliziert sei die Erschließung: "Es müssen Rampen gebaut, Barrierefreiheit garantiert werden. Zudem handelt es sich um eine zweigleisige Strecke." Entsprechend gerate der Bau dieses Halts "deutlich teurer": "Wir rechnen mit über 2 Millionen Euro." Rund 400 000 Euro werde wohl die Installation des Zusatzhalts "Weiden-Rehbühl" auf der eingleisigen Strecke auf Höhe Aichinger- und Wagnerstraße kosten.

Über die neuen Haltestellen informierten am Montag Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann und der Vorstandschef der Bahn-Tochter "DB Station & Services", André Zeug. Bis spätestens 2023 sollen die Stopps - neben 18 weiteren in Bayern - in Betrieb genommen werden. "Zuerst werden im Planfeststellungsverfahren Grundstücksverhandlungen und Lärmanliegen behandelt", weiß Katja Winkler, Sprecherin des Verkehrsministeriums. "Die ersten Umsetzungen gibt es ab 2018", folgert sie. Die Kosten teilen sich Freistaat und Bahn. Insgesamt stehen 40 Millionen Euro für 20 zusätzliche Haltepunkte zur Verfügung. "Die Stadt Weiden trägt die Kosten für die Anbindung an die Infrastruktur", ergänzt OB Kurt Seggewiß. Er ist überrascht von der Nachricht aus München, versteht sie aber als "positives Zeichen". "Dennoch möchte ich nicht verhehlen, dass hier 40 Millionen Euro in die Hand genommen werden und wir trotzdem vorerst keinen barrierefreien ,Hauptbahnhof' bekommen."
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