Weiter Streit um Gelder für Atomausstieg

Reicht das Milliarden-Polster der deutschen AKW-Betreiber für den Rückbau ihrer Nuklearanlagen? Daran gibt es Zweifel. Bild: dpa
Zur Finanzierung des Atomausstiegs müssen die vier Kernkraftwerks-Betreiber in Deutschland bei ihren Rückstellungen einem Bericht zufolge voraussichtlich noch einmal deutlich drauflegen. Nach Informationen des "Handelsblatts" werfen vom Bundeswirtschaftsministerium beauftragte "Stresstests" die Frage auf, ob die bisher eingerichteten Bilanzposten für den Rückbau der Meiler von insgesamt 39 Milliarden Euro ein realistisches Zinsniveau berücksichtigen. Eon-Chef Johannes Teyssen sprach in einem Interview der Zeitung von "Taschenspielereien". Die Zahlen seien auch angesichts der derzeitigen Niedrigzins-Phase nicht leichtfertig. Auch der Versorger RWE hält die Rückstellungen für ausreichend. Das Bundeswirtschaftsministerium hatte Experten mit Überprüfungen beauftragt. Die Analysen der Prüfer seien nicht abgeschlossen, sagte eine Ministeriumssprecherin in Berlin.
Weitere Beiträge zu den Themen: Berlin (7520)Düsseldorf (827)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.