Wirtschaftliche Folgen des Brexit-Votums
Autohersteller warnen vor Zollschranken

München/Berlin. Der deutsche Verband der Automobilindustrie (VDA) hat nach dem Brexit-Votum vor einer Beeinträchtigung des Handels mit Großbritannien gewarnt. "Nach einem EU-Austritt sollte niemand Interesse daran haben, mit Zollschranken zwischen Großbritannien und dem Festland den internationalen Warenverkehr zu verteuern", erklärte VDA-Präsident Matthias Wissmann am Freitag in Berlin. Dies wäre auch schlecht für Großbritannien selbst, schließlich sei dort sowohl der Import wie auch der Export von Fahrzeugen stark. Vergangenes Jahr hätten deutsche Hersteller an rund 100 Standorten in Großbritannien 216 000 Autos produziert.

Die Autokonzerne selbst reagierten zurückhaltend. "Die Konsequenzen dieser Entscheidung sind heute noch nicht absehbar", teilte BMW am Freitag in München mit. Europas größter Autobauer Volkswagen hält die Folgen für wahrscheinlich beherrschbar. Der stark mit der britischen Wirtschaft verflochtene Autohersteller Opel setzt sich für eine schnelle Klärung der künftigen Wirtschaftsbeziehungen ein.
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