Wirtschaftsnotizen

Rückruf bei Renault

Der Autohersteller Renault ruft wegen möglicher Probleme bei den Bremssystemen knapp eine halbe Million Fahrzeuge in die Werkstätten. Betroffen sind nach Angaben des Konzerns vom Montag die Modelle Clio IV und Kangoo 2. Beim Clio sind in Deutschland laut Renault 21 618 Fahrzeuge von dem Rückruf betroffen, beim Kangoo sind es 5715 Autos. Die Fahrzeuge sind in den Werken Burse (Türkei) sowie Flins und Mauberge (beide Frankreich) vom Band gelaufen. (dpa)

Datenpanne bei der Post

Ein Softwarefehler hat bei der Post-Paketdiensttochter DHL für eine Datenpanne gesorgt. Kunden, die online die Zustellung ihrer Pakete verfolgen wollten, bekamen am Mittwoch Daten zu fremden Lieferungen angezeigt. Es handelte sich um Paketnummern und E-Mail-Adressen. Die betroffene Seite sei vier Stunden nach Bekanntwerden des technischen Fehlers abgeschaltet worden, sagte eine Postsprecherin am Montag. "Es war kein Hackerangriff, es wurden keinerlei Zugangsdaten abgegriffen. Passwörter waren nicht einsehbar". Das Postgeheimnis sei nicht verletzt worden, da Zieladressen und Absender nicht einsehbar gewesen seien. Wie viele Nutzer möglicherweise fremde Daten gesehen haben, lasse sich nachträglich nicht feststellen. (dpa)

Mitsubishi und der Fisch

Mitsubishi will das norwegische Fischfangunternehmen Cermaq für umgerechnet 1,1 Milliarden Euro kaufen. Mit dem Geschäft sollte die Lebensmittel-Sparte gestärkt werden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Der Verwaltungsrat der Norweger empfahl seinen Aktionären zwar, das Angebot anzunehmen, wie Cermaq mitteilte. Das norwegische Ministerium für Handel, Industrie und Fischerei, das 60 Prozent der Anteile an Cermaq hält, zeigte sich aber noch für andere Gebote offen. Mit der Aufzucht von Lachsen und Forellen in Norwegen, Chile und Kanada machte Cermaq 2013 einen Umsatz von umgerechnet rund 625 Millionen Euro. (dpa)

Else Beitz gestorben

Else Beitz, die Witwe des langjährigen Krupp-Stiftungschefs Berthold Beitz, ist im Alter von 94 Jahren in Essen gestorben. Das teilte die Familie am Montag mit.Else Beitz war weit mehr als 70 Jahre mit Berthold Beitz verheiratet, der Ende Juli 2013 gestorben war. Zu Beginn der 40er Jahre hat sie im von Nazi-Deutschland besetzten polnischen Boryslaw zusammen mit ihrem Mann jüdische Kinder im gemeinsamen Haus versteckt, wenn Razzien der Nazis anstanden. Sie setzte sich für die Verfolgten ein und half ihnen etwa mit Lebensmittelpaketen. Berthold Beitz arbeitete in dieser Zeit als Ölmanager in der Region.

Berthold und Else Beitz.       Archivbild: dpa
Nach dem Krieg bemühte sie sich zusammen mit ihrem Mann um die Versöhnung mit Israel. 2008 erhielt sie für ihren Mut die Auszeichnung "Gerechte unter den Völkern" in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. (dpa)
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