Wirtschaftsnotizen

Warentest beendet Streit

Die Stiftung Warentest akzeptiert ihre Niederlage im Streit mit Ritter Sport um die schlechte Bewertung seiner Nuss-Schokolade. Die Organisation erklärte am Donnerstag in Berlin, sie erkenne das Urteil des Oberlandesgerichts München an. Die Tester waren vor dem OLG mit dem Versuch gescheitert, ein früheres Urteil gegen sie aufheben zu lassen. Damit darf die Stiftung Warentest in ihrem Schokoladentest Ritter Sport keine irreführende Kennzeichnung eines Vanillearomas vorwerfen. (dpa)

Druck wegen Kältemittel

Im Streit um das Auto-Kältemittel R1234yf erhöht Brüssel den Druck auf Deutschland. Die EU-Kommission leitete am Donnerstag die nächste Stufe eines Verfahrens wegen Verletzung der EU-Verträge ein. Der Autobauer Daimler hält das Kältemittel für feuergefährlich und verwendet weiter einen Vorläufer - dieser ist aus Klimaschutzgründen in Europa aber weitgehend verboten. Das Brüsseler Verfahren richtet sich gegen die Bundesregierung. So hat das Kraftfahrtbundesamt Mercedes-Modellen mit dem klimaschädlicheren Mittel die Zulassung für den Straßenverkehr erteilt. Der Amberger Europaabgeordnete Ismail Ertug und sein Kollege Matthias Groote (beide SPD) begrüßten in einer Erklärung die Weigerung Daimlers: "EU-Regeln sind in bestimmten Bereichen sehr sinnvoll. Jedoch sollte der Schutz der Bürger immer im Vordergrund stehen." (dpa/za)

Schäuble: Banken bestehen

Bei den Bilanzprüfungen und Stresstests durch die Europäische Zentralbank (EZB) sind nach Überzeugung von Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) bisher keine Probleme für deutsche Geldhäuser zu erwarten. "Es zeichnet sich derzeit nichts ab", sagte Schäuble am Donnerstag im Bundestag. Sollten sich dennoch Kapitallücken ergeben, könnten Hilfen aus dem staatlichen Banken-Rettungsfonds Soffin noch bis Ende 2015 gestellt werden. Medien hatten zuletzt berichtet, die EZB wolle die Ergebnisse der Tests am 26. Oktober veröffentlichen. (dpa)

London macht Druck

Großbritannien will nach dem Skandal manipulierter Libor-Zinssätze auch bei der betrügerischen Beeinflussung anderer Geschäfte härter durchgreifen. Bis zum Jahresende sollen auch Manipulationen von Referenzsätzen unter anderem für Währungs- und Edelmetallgeschäfte unter Strafe gestellt werden, wie das britische Finanzministerium am Donnerstag mitteilte. Dazu hat die Regierung in London nun einen Anhörungsprozess in Gang gesetzt, in welchem sich Betroffene wie Banken zu dem Vorhaben äußern können. (dpa)

Kampf um Kleingeld

Eine Toilettenaufsicht eines Reinigungsunternehmens hat in einem Verfahren um Anteile an den "Sammelteller"-Einnahmen in einem Einkaufszentrum 1000 Euro erstritten. Die Frau und ihr Arbeitgeber einigten sich am Donnerstag vor dem Arbeitsgericht Gelsenkirchen auf einen Vergleich. Insgesamt sollen in zwei Monaten in einem Einkaufszentrum 30 000 Euro zusammengekommen sein. Daran waren knapp zwei Dutzend Angestellte beteiligt. Die Klägerin begründete die Forderung damit, dass Toilettenbesucher das Geld als Trinkgeld gäben. Die Firma ist der Auffassung, dass es sich um ein "freiwilliges Nutzungsentgelt" handele. Damit stehe das Geld allein dem Arbeitgeber zu. (dpa)
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