Wirtschaftsnotizen

Nestlé verkauft Alete

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé verkauft seine Babynahrungsmarken Alete und Milasan an private Investoren. Mit dem Werk in Weiding (Oberbayern) gingen sie zum Jahr 2015 auf die Stuttgarter Beteiligungsgesellschaft BWK und den Privatinvestor Horst Jostock über, teilten die Unternehmen am Montag mit. Die neuen Eigner kündigten Investitionen an. In dem Werk arbeiten laut Nestlé rund 300 Beschäftigte. Zum Kaufpreis wie auch zu den Alete-Umsätzen aus der Vergangenheit vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Nestlé will sein Geschäft mit Säuglingsnahrung in Deutschland und Österreich auf die Marke Beba konzentrieren. (dpa)

Intelligentes Stromnetz

Der Energiekonzern RWE testet im Münsterland intelligente Stromnetze. Mit Hilfe der Technischen Universität Dortmund soll in der 14 300-Einwohner-Gemeinde Reken ausprobiert werden, wie neue Techniken das Verhältnis von Stromverbrauch und Einspeisung von regenerativen Energien wie Windkraft oder Sonnenenergie besser aufeinander abstimmen können. Die EU fördert dieses Projekt mit 500 000 Euro; RWE beteiligt sich mit einer Million Euro. Die neuen Netze sollen in Zukunft helfen, die Energiewende schneller und kostengünstig umzusetzen. RWE hat am Montag in Kisselbach (Rheinland-Pfalz) ein ähnliches Projekt vorgestellt, das aber nicht von der EU gefördert wird. (dpa)

Nur noch im Internet

Continental verlagert seine jährliche Bilanzpressekonferenz ins Internet. Das Treffen zur Vorlage der Jahreszahlen werde 2015 per Videoübertragung stattfinden. Das teilte der Dax-Konzern am Montag mit. Dass das Treffen entfällt, begründete der Konzern auch mit dem Termindruck in der Branche im Frühjahr, wo sich Jahresbilanzen und die Branchenmesse in Genf ballen. (dpa)

Mifa beantragt Insolvenz

Vorerst läuft das Geschäft beim Fahrradhersteller Mifa weiter.       Archivbild: dpa
Der Fahrradhersteller Mifa aus Sangerhausen (Sachsen-Anhalt) hat am Montag Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Der Antrag sei nach dem Scheitern einer Vereinbarung mit dem indischen Hersteller Hero Cycles beim Amtsgericht Halle gestellt worden, teilte das Unternehmen mit. Das operative Geschäft laufe weiter. Mit der Insolvenz solle die Restrukturierung des Unternehmens mit rund 600 Mitarbeitern in Eigenregie des Managements fortgesetzt werden. Die Löhne und Gehälter seien für drei Monate über die Bundesagentur für Arbeit gesichert, hieß es in der Mitteilung. Das Management suche nun einen Käufer für das Geschäft. Anfang des Jahres waren Fehler in der Bilanz entdeckt worden. Allein vergangenes Jahr gab es einen Verlust von mehr als 13 Millionen Euro bei 110 Millionen Euro Umsatz. Großaktionär bei Mifa ist AWD-Gründer Carsten Maschmeyer. (dpa)
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