Wirtschaftsnotizen

Negativ-Preis für Alete

Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat für seine Babynahrungs-Marke Alete den Goldenen Windbeutel 2014 erhalten. Über den Negativ-Preis der Verbraucherschutzorganisation Foodwatch für die "dreisteste Werbelüge des Jahres" war im Internet abgestimmt worden. Auf die Alete-Trinkmahlzeiten seien dabei 45,8 Prozent der 158 000 Stimmen entfallen, teilte Foodwatch am Mittwoch in Berlin mit. Die kalorienreichen Trinkmahlzeiten ab dem 10. Monat förderten Überfütterung und Kariesbildung, hieß es zur Begründung. (epd)

Katjes schluckt Piasten

Der Süßwarenhersteller Katjes hat den Schokoladen-Produzenten Piasten (rund 400 Mitarbeiter) übernommen. Das teilte Katjes in Emmerich (Nordrhein-Westfalen) mit. Der für Schokolinsen, Dragees und Pralinen bekannte Anbieter aus Forchheim könne die Produktpalette von Katjes "ideal ergänzen", sagte Geschäftsführer Tobias Bachmüller. Piasten solle dabei "rechtlich und organisatorisch selbstständig" bleiben, die Firmenleitung bleibe zunächst fünf weitere Jahre im Amt. Das Unternehmen erzielte den Angaben zufolge im vorigen Geschäftsjahr (30. Juni) einen Umsatz von 91,6 Millionen Euro. Zum Kaufpreis machte Katjes keine Angaben. (dpa)

Bahn muss zurückzahlen

Im ersten Prozess um Regionalzuschläge für Bahntrassen ist die Bahn zur Rückzahlung von knapp vier Millionen Euro nebst Zinsen verurteilt worden. Das Landgericht Frankfurt sprach das Geld am Mittwoch in einem Zivilverfahren der Städtebahn Sachsen (Dresden) zu. Das Nahverkehrsunternehmen hatte wie andere Verkehrsanbieter gegen die von der DB Netz AG erhobenen Zuschläge für angeblich sonst nicht rentable Schienenverbindungen geklagt. Der Zuschlag wurde zusätzlich zu den Preisen erhoben, die jedes Unternehmen zahlen muss, das mit einem Zug die Schienen benutzt. Ob die Bahn gegen das Urteil vorgehen wird, ist einer Unternehmenssprecherin zufolge noch offen. (dpa)

"Finanzmarktwächter"

Die Bundesregierung treibt den Verbraucherschutz bei Geldanlagen voran. Im Oktober beginne der Aufbau des sogenannten Finanzmarktwächters, kündigte Justizminister Heiko Maas (SPD) am Mittwoch in Berlin an. Die Experten sollen von 2015 an den Finanzmarkt beobachten, Fehlentwicklungen aufdecken und die Erkenntnisse den Aufsichtsbehörden melden. (dpa)

Eon fordert Schadenersatz

Der Energiekonzern Eon fordert von der Bundesregierung 380 Millionen Euro Schadenersatz für das dreimonatige Atom-Moratorium nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima. Dabei gehe es um entgangene Gewinne wegen der Abschaltung der Kernkraftwerke Unterweser (Niedersachsen) und Isar 1 (Bayern), sagte ein Eon-Sprecher am Mittwoch. Die Klage sei beim Landgericht Hannover eingereicht worden, weil hier der Sitz der Kernkraft-Sparte ist. Die damalige schwarz-gelbe Koalition hatte das Moratorium im März 2011 beschlossen, die acht betroffenen Anlagen wurden anschließend für immer stillgelegt. Zuvor hatte bereits RWE eine Schadenersatzklage in Höhe von 235 Millionen Euro wegen der Biblis-Abschaltung eingereicht. Unabhängig davon haben Eon und RWE Verfassungsbeschwerde gegen die verfügte dauerhafte Stilllegung der Anlagen nach Ende des Moratoriums eingelegt. (dpa)
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