Wirtschaftsnotizen

Streik bei Frachtfliegern

Die Pilotenvereinigung Cockpit hat für Mittwoch und Donnerstag Streiks bei der Frachtfluggesellschaft Lufthansa-Cargo angekündigt. Von Mittwoch 3 Uhr bis Donnerstag 22.30 Uhr werde es keine Flüge von deutschen Flughäfen geben, teilte Cockpit am Montag in Frankfurt mit. Mit dem Streik solle ein neuer Tarifvertrag zur Übergangsversorgung erreicht werden. In dem Streit geht es um die künftigen Übergangsrenten für 5400 Piloten und Co-Piloten der Fluggesellschaften Lufthansa, Lufthansa-Cargo und Germanwings. Die Lufthansa hat die bisherigen Regeln gekündigt. Sie will erreichen, dass die Piloten frühestens mit 60 (bislang 55) Jahren in den bezahlten Vorruhestand gehen können. (dpa)

Deichmann-Gründer gestorben

Der Gründer der Schuhhandelskette Deichmann, Heinz-Horst Deichmann, ist am vergangenen Donnerstag im Alter von 88 Jahren in Essen gestorben, wie das Unternehmen am Montag mitteilte. Der studierte Mediziner und Theologe hatte nach dem Zweiten Weltkrieg aus dem elterlichen Schuhmacherladen eine internationale Handelskette entwickelt. Das Unternehmen ist heute Marktführer in Europa. Geleitet wird es seit 1999 von Sohn Heinrich Deichmann.

Heinz-Horst Deichmann. Bild: dpa
Heinz-Horst Deichmann war bekennender Christ. Neben dem Unternehmen baute er auch das Hilfswerk "Wortundtat" auf, das heute rund 200 000 Menschen betreut. (dpa)

Konjunktur: leichte Erholung

Die Wirtschaft im Euro-Raum dürfte nach Einschätzung führender Forschungsinstitute nur langsam vorankommen. Grund seien die geopolitischen Konflikte und eine abwartende Haltung der Wirtschaftsakteure, heißt es in einer Gemeinschaftsstudie des Münchner Ifo Instituts, des französischen INSEE und des italienischen ISTAT, die am Montag veröffentlicht wurde. Im dritten und vierten Quartal dürfte das Bruttoinlandsprodukt nur um jeweils 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal zulegen. Für das erste Quartal 2015 erwarten die Experten 0,3 Prozent Wachstum. (dpa)

Industrie: Auftragseinbruch

Die deutsche Industrie hat im August einen unerwartet heftigen Dämpfer beim Auftragseingang erhalten. Nach Zahlen des Statistischen Bundesamts vom Montag lagen die saison- und kalenderbereinigten Bestellungen 5,7 Prozent niedriger als im Vormonat. Dies ist der stärkste Rückschlag seit der Wirtschaftskrise 2009. Der Einbruch fiel mehr als doppelt so stark wie erwartet aus. Vor allem Bestellungen aus Ländern außerhalb des Euroraums gingen zurück: um 9,9 Prozent. (dpa)

Käse: Supermärkte ziehen nach

Käse wird auch in den Supermärkten Edeka und Rewe günstiger. Das kündigen die Unternehmen am Montag an. Die Discounter Lidl und Penny schlossen sich der Rotstiftaktion ebenfalls an, wie eine dpa-Umfrage am Montag ergab. Deutschlands Discount-Marktführer Aldi hatte am Wochenende die Preise für zahlreiche Produkte wie Käseaufschnitt, Frisch- und Schmelzkäse, aber auch Sahneprodukte um teilweise mehr als 13 Prozent gesenkt. (dpa)
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