Wirtschaftsnotizen

Antrieb für Motorräder

Der Autozulieferer Bosch will mit neuen Antriebssystemen im Motorradmarkt mitmischen. Der Konzern will sowohl Komponenten für Hochleistungsmaschinen in Europa und Nordamerika als auch günstigere für Zweiräder in Asien anbieten. "Wir steigen mit unseren neuen Motorrad-Antriebssystemen in einen potenziellen Milliardenmarkt ein", sagte Rolf Bulander, Geschäftsführer der Robert Bosch GmbH, am Montag in Stuttgart. Großes Potenzial sieht Bosch in Asien, wo viele Motorräder noch mit Vergasern betrieben werden. Der Konzern will mit einer elektronisch gesteuerten Einspritzung dagegenhalten, die im Vergleich dazu sparsamer ist. Bisher hatte Bosch Motorrad-Teile hauptsächlich im Bereich der Sicherheitstechnik im Angebot. (dpa)

Frühwarnsysteme

Nach Pannen bei Milliardenprojekten wie dem Berliner Hauptstadtflughafen will Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt bessere Frühwarnsysteme zur Pflicht machen. "Wir werden bei großen Verkehrsprojekten des Bundes zukünftig ein modernes Risikomanagement verbindlich einführen und vorschreiben", sagte der CSU-Politiker am Montag. Das könne nicht heißen, dafür einfach einen pauschalen Aufschlag von zum Beispiel 20 Prozent auf die Gesamtkosten einzuplanen. Gefragt sei eine genaue Projektsteuerung mit einer Kontrolle von Kosten und Terminen. (dpa)

Eurostar-Anteil vor Verkauf

Der Eurostar verbindet die drei Hauptstädte London, Paris und Brüssel. Archivbild: dpa
Großbritannien will seinen Anteil von 40 Prozent am Eurostar verkaufen. Das bestätigte Finanzminister George Osborne am Montag in London. Der Schnellzug unter dem Ärmelkanal hindurch verbindet London mit Paris und Brüssel. Der Eurostar ist Teil eines Pakets von Staatseigentum, das die Regierung von Premier David Cameron zum Abbau der Staatsschulden verkaufen möchte. Kritik an dem Vorhaben kam von den Gewerkschaften: Durch den Verkauf des Eurostars würde ein noch größerer Teil des Bahnnetzes in fremde Hände gegeben. Bereits jetzt gehören 75 Prozent des Bahnverkehrs in Großbritanniens ausländischen Gesellschaften. Der Eurostar ist noch zu 40 Prozent in britischem Besitz. Die restlichen Anteile gehören der französischen Bahngesellschaft SNCF (55 Prozent) und der belgischen SNCB (5 Prozent). (dpa)

Berichtigung

Auf der Verbraucherseite in unserer gestrigen Ausgabe heißt es, dass bei der Benutzung von Winterreifen die erlaubte Höchstgeschwindigkeit, die mit dem Autoreifen gefahren werden darf, durch einen Aufkleber am Armaturenbrett angegeben werden muss. Das ist so nicht richtig. Der Aufkleber ist dann vorgeschrieben, wenn die Winterreifen für eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit zugelassen sind, als das Auto schnell ist. (nz/az)
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