Wirtschaftsnotizen

Ford: Kurzarbeit in Köln

Der Autobauer Ford hat am Standort Köln wie angekündigt die Produktion seines Kleinwagens Fiesta gedrosselt. Seit Montag wird in den Ford-Werken in der Stadt kurzgearbeitet, teilte eine Ford-Sprecherin am Dienstag mit. Bis Mitte November stehe die Produktion an elf Tagen still. Grund sei die schwache Nachfrage in einigen europäischen Märkten. Rund 80 Prozent der in Köln hergestellten Fahrzeuge gehen in den Export. Betroffen von der Kurzarbeit sind rund 4000 der 17 300 Ford-Beschäftigten. Sie erhalten neben dem Kurzarbeitergeld eine Ausgleichsprämie, um die finanziellen Einbußen gering zu halten. (dpa)

"Rock'n'Roll" im Glas

Wegen des nassen Wetters kurz vor der Lese mussten die Winzer in Franken in diesem Jahr in Windeseile ihre Trauben ernten. Zudem war viel Handarbeit nötig, um die faulen Beeren auszusortieren. "Das war eine der anstrengendsten Ernten, die ich miterlebt habe", sagte der Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes, Artur Steinmann, am Dienstag in Würzburg. Normalerweise dauert eine Lese sechs Wochen. Im Glas könnten die Kunden heuer "Rock'n'Roll" erwarten, sagte Weinfachberater Hermann Mengler vom Bezirk Unterfranken. Der Wein 2014 werde "lupenrein und lebendig" sein. Die Preise für Frankenwein sollen stabil bleiben. (dpa)

Mindesteinkommen

Wer in Griechenland unterhalb der Armutsgrenze lebt, kann ab 1. Januar 2015 auf ein Mindesteinkommen vom Staat hoffen. "Es ist ein Instrument zum Schutz der Schwachen", sagte der konservative griechische Regierungschef Antonis Samaras am Dienstag in Athen. Alleinstehende, die nicht mehr als 5023 Euro Jahreseinkommen haben, sollen künftig monatlich 200 Euro vom Staat erhalten. Für eine vierköpfige Familie, die maximal 10 547 Euro jährlich hat, sind 400 Euro vorgesehen. Das Geld soll zunächst in dreizehn ausgewählten mit besonders hoher Arbeitslosigkeit starten. (dpa)

Verleger Stefan Lübbe tot

Stefan Lübbe. Archivbild: dpa
Im Alter von 57 Jahren ist in Südfrankreich der Verleger Stefan Lübbe einem Herzinfarkt erlegen. Das teilte der Verlag Bastei Lübbe am Dienstag mit. Stefan Lübbe war nach einem Betriebswirtschaftsstudium 1987 in das elterliche Verlagshaus eingetreten. Auch um Geld für die Weiterentwicklung des Unternehmens zu erhalten, brachte Lübbe den Verlag 2013 an die Börse. Der Börsengang brachte allerdings weniger Geld als erhofft. Gut ein Jahr nach dem Börsengang notiert die Aktie unter dem Ausgabekurs. Die operative Leitung des Unternehmens hatte Lübbe nach dem Börsengang abgegeben. Seine Frau Birgit Lübbe wahre künftig die unternehmerischen Interessen der Familie, teilte der Verlag weiter mit. Bastei Lübbe bringt Romanhefte wie "Jerry Cotton", aber auch Bestseller-Autoren wie Dan Brown ("Sakrileg") oder Ken Follett ("Die Säulen der Erde") auf den deutschen Markt. (dpa)
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