Wirtschaftsnotizen

Wirtschaft tritt auf der Stelle

Die deutsche Wirtschaft kommt nach dem schwachen Frühjahr nur sehr schleppend wieder in Schwung. Die Bundesbank traut Deutschland im dritten und vierten Quartal bestenfalls ein verhaltendes Wachstum zu, wie die Notenbank in ihrem am Montag in Frankfurt veröffentlichten Monatsbericht erklärte. So dürfte die Industrie die Konjunktur von Juli bis September gebremst haben, und auch vom Bau seien größere positive Impulse unwahrscheinlich. "Dem stand aber eine recht gute Konsumkonjunktur gegenüber, die von dem kräftigen Beschäftigungswachstum und den spürbaren Reallohnsteigerungen profitiert hat", betonte die Deutsche Bundesbank. (dpa)

Metro hofft auf reiche Ernte

Der Handelskonzern Metro geht optimistisch ins Weihnachtsgeschäft. Die strategische Neuausrichtung des Konzerns trage Früchte, sagte Konzernchef Olaf Koch am Montag in Düsseldorf. Im vierten Quartal des Ende September abgelaufenen Geschäftsjahres 2013/14 sei eine "deutliche Trendverbesserung" in allen Vertriebslinien des Konzerns erreicht worden. Insgesamt lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14 vorläufigen Zahlen zufolge jedoch mit 63 Milliarden Euro um vier Prozent unter dem Vorjahreswert. Hier schlugen Unternehmensverkäufe wie beispielsweise die Trennung vom Osteuropa-Geschäft der Tochter Real sowie Währungseffekte zu Buche. (dpa)

Philips mit Verlust

Der Elektronikkonzern Philips ist in die roten Zahlen gerutscht. Im dritten Quartal stand unter dem Strich ein Verlust von 103 Millionen Euro. Das teilte das Unternehmen am Montag in Amsterdam mit. Im Vorjahreszeitraum machte Philips noch 281 Millionen Euro Gewinn. Vor allem eine Schadenersatzzahlung in den USA schlug ins Kontor: Wegen Patentverletzungen muss der Konzern umgerechnet 370 Millionen Euro zahlen. Der Umsatz sank um knapp ein Prozent auf 5,547 Milliarden Euro. Nun will der Konzern sich in zwei eigenständige Unternehmen aufspalten. Das Geschäft mit Gesundheitstechnik und Konsumelektronik soll verschmolzen werden, die Lichtsparte wird abgespalten. (dpa)

Haber in Europaausschuss

Georg Haber. Bild: hfz
Der Präsident der Handwerkskammer Niederbayern-Oberpfalz, Georg Haber, ist in den Europaausschuss des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) berufen worden. Das teilte die Kammer in Regensburg mit. Haber sagte, die Lobbyarbeit für das deutsche Handwerk müsse auf eine noch breitere Basis gestellt werden. Deshalb werde es zukünftig auf Bundesländer-Ebene Europakreise geben, in denen Kammern, Verbände sowie die regionalen Europaabgeordneten europapolitische Fragen diskutieren und die Interessen des heimischen Handwerks bündeln könnten. Zusammen mit ZDH-Präsident Hans Peter Wollseifer will sich Haber in Brüssel außerdem weiter für den Erhalt des Meistervorbehalts stark machen. (nt/az)
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