Wirtschaftsnotizen

Siemens: Qualitätsprobleme

Siemens muss einem Medienbericht zufolge wegen Problemen mit Windkraftanlagen viel Geld zur Seite legen. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" soll es Qualitätsprobleme beim Bau der Anlagen geben. Siemens bilde deshalb offenbar Rückstellungen in dreistelliger Millionenhöhe, schrieb die Zeitung. Ein Siemens-Sprecher äußerte sich am Dienstag nicht dazu. 2013 hatten Verzögerungen beim Anschluss von Windparks in der Nordsee den Gewinn gedrückt. Am Donnerstag legt Siemens die Bilanz des abgelaufenen Geschäftsjahres vor. (dpa)

Tochterfirma für Obst

Der Agrarhändler Baywa will sein Obst künftig über eine Tochterfirma verkaufen. Mit der neugegründeten Baywa Obst GmbH & Co. KG werde der Obsthandel aus dem großen Agrargeschäft des Konzerns herausgelöst, teilte das Unternehmen am Dienstag in München mit. Der Konzern erhofft sich dadurch unter anderem Vorteile bei der Erschließung neuer Märkte in Ländern mit speziellen Bedürfnissen. Die rund 170 Mitarbeiter aus den Standorten der bisherigen Obst-Sparte würden weiterbeschäftigt, heißt es in der Mitteilung. (dpa)

Schritt zur Bankenunion

Danièle Nouy ist die Chefin der neuen Bankenaufsicht. Bild: dpa
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Dienstag ihre Arbeit als zentraler Bankenaufseher im Euro-Raum aufgenommen. Damit überwacht die Notenbank die 120 größten Institute im Währungsgebiet direkt, darunter 21 Banken in Deutschland. Die Chefin der Bankenaufsicht, Danièle Nouy, erklärte: "Uns bietet sich nun die einmalige Gelegenheit, eine wirklich europäische Aufsichtskultur aufzubauen, die an die bewährten Verfahren der Aufseher aus dem gesamten Euro-Gebiet anknüpft." Die nationalen Aufsichtsbehörden unterstützen die EZB und behalten die Kontrolle über die mittleren und kleineren Institute. In Deutschland ist die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) für etwa 2000 Banken zuständig. Die gemeinsame Aufsicht ist der erste Schritt auf dem Weg zur geplanten Bankenunion. Von 2016 an greifen gemeinsame Regeln, um Krisenbanken im Notfall abzuwickeln. (dpa)

Einheitliche Sprache

Mehr als 100 Anbieter von Lösungen für das vernetzte Zuhause wollen zusammenarbeiten, um die Verbindung verschiedener Geräte zu erleichtern. So entwickeln drei europäische Branchen-Initiativen zusammen eine einheitliche Sprache für das Smart-Home. Mit der Kooperation seien Bereiche wie Energieversorgung, Telekommunikation und Gebäudeautomation in Europa abgedeckt, erklärte der Vorsitzende der Initiative EEBus, Peter Kellendonk. In EEBus haben sich 50 Unternehmen, darunter Miele, Bosch Siemens Hausgeräte, Eon und Kabel Deutschland zusammengeschlossen, um an gemeinsamen Formaten für die Heimvernetzung zu arbeiten. (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: November 2014 (8193)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.