Wirtschaftsnotizen

SAP und Oracle: Einigung

SAP und der Rivale Oracle haben ihren jahrelangen Streit um Daten-Downloads einer US-Tochter des deutschen Software-Konzerns beigelegt. SAP zahlt laut Einigung rund 359 Millionen Dollar (288 Mio Euro), wie aus nun veröffentlichten Gerichtsunterlagen hervorgeht. Oracle hatte SAP bereits 2007 verklagt. Mitarbeiter der amerikanischen SAP-Tochter TomorrowNow hatten Daten zum technischen Betreuung von Oracle-Produkten heruntergeladen. Der US-Konzern bekam erst 1,3 Milliarden Dollar zugesprochen, der Betrag wurde jedoch später auf rund 270 Millionen Dollar zusammengestrichen, was Oracle nicht akzeptierte. (dpa)

Keine Rücklagen für Jobkrise

Für den Fall einer Jobkrise sieht sich die Bundesagentur für Arbeit (BA) weiter nicht ausreichend gerüstet. Es fehlten Milliarden-Rücklagen, um im Fall einer Rezession nötige Arbeitsmarktprogramme finanzieren zu können, warnten Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertreter im BA-Verwaltungsrat am Freitag in Nürnberg. "Bei einer leichten Rezession sind wir schnell mit zweistelligen Beträgen im Minus. Der Bund ist daher in der politisch-moralischen Verantwortung - wenn es zu einer Rezession kommt - die dann auflaufenden Defizite zu übernehmen", sagte der Verwaltungsratsvorsitzende Peter Clever nach der Verabschiedung des BA-Haushaltes 2015. (dpa)

Borussia im Aufwind

In der Fußball-Bundesliga läuft es nicht wie gewünscht, finanziell sieht sich Borussia Dortmund aber vor allem dank der Erfolge in der Champions-League auf Kurs. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/2015 (30. Juni) verdiente Deutschlands einziger börsennotierter Fußballclub unter dem Strich 2,4 Millionen Euro (1,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum). Wie die Borussia Dortmund GmbH & Co. KgaA am Freitag weiter mitteilte, stieg der Konzernumsatz von Juli bis September auf 70 Millionen Euro (Vorjahr 59,5 Millionen). (dpa)

Orgelbauer insolvent

Nach ausgebliebenen Zahlungen hat der knapp 200 Jahre alte Orgelbauer "Alexander Schuke Potsdam" Insolvenz angemeldet. Rechnungen für Musikinstrumente, die für Kunden aus der Ukraine und Russland gefertigt wurden, seien nicht bezahlt worden, erklärte der Insolvenzverwalter am Freitag in Potsdam.

Lange bewährte Qualität: Schuke-Orgeln stehen unter anderem im Leipziger Gewandhaus und im Erfurter Dom. Bild: dpa
"Wir prüfen die Möglichkeit, das Unternehmen zu sanieren und weiterzuführen", hieß es aus der Kanzlei. Zur Höhe der Ausfallsumme wollte sich das Büro nicht äußern. Laut Medien soll es sich um insgesamt rund 300 000 Euro handeln. Schuke-Orgelbau wurde 1820 gegründet. Zu DDR-Zeiten wurde die Firma verstaatlicht, 1990 reprivatisiert. (dpa)
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