Wirtschaftsnotizen

Weniger Bau-Aufträge

Das Baugewerbe in Deutschland hat im September weniger Aufträge erhalten als ein Jahr zuvor. Der preisbereinigte Wert der Bestellungen lag 2,4 Prozent unter dem aus September 2013, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden berichtete. Dafür lagen Umsatz (+1,3 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro) und Arbeitsstunden (+ 5,2 Prozent) jeweils über den Vorjahreswerten. Damit schwächte sich der Umsatzboom allerdings ab: In den ersten neun Monaten des Jahres sind die Erlöse insgesamt um 6,6 Prozent auf 46,1 Milliarden Euro geklettert. (dpa)

Eon wirbt um Türkei

Der Energiekonzern Eon umwirbt türkische Familien und Betriebe in Deutschland ab sofort mit einer eigenen Marke. Die Gesellschaft Enerji Almanya biete den Kunden einen zweisprachigen Service, teilte Eon mit. Ziel sei es, bis 2020 bis zu 150 000 Haushalte als Kunden zu gewinnen, sagte der Enerji-Almanya-Chef Christian Drepper, dem "Handelsblatt". In Deutschland gibt es rund eine Million türkische Haushalte. Ihre Konsumausgaben werden auf rund 17 Milliarden Euro im Jahr geschätzt. (dpa)

BVB: Krise nur auf dem Platz

Borussia Dortmund steckt in der ersten sportlichen Leistungskrise seit dem Fast-Abstieg 2000. Das veranlasste Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu deutlichen Worten. Auf der Aktionärsversammlung des börsennotierten Fußball-Bundeslisten am Montag in der Westfalenhalle verlangte der BVB-Chef "Blut, Schweiß und Tränen". Finanziell geht es dem Verein aber so gut wie noch nie. Der BVB ist zehn Jahre nach der Fast-Insolvenz schuldenfrei und verfügt nach dem Einstieg der Großaktionäre Evonik, Puma und Signal Iduna über Millionen für Investitionen.

Analog zur gesunden finanziellen Situation forderte Hans-Joachim Watzke auch sportlich einen Aufschwung. Bild: dpa
Spielerkäufe will der BVB aber nicht aus den Kapitalerhöhungen finanzieren. Rund 140 Millionen Euro nahm der Club so ein. In den nächsten Jahren sollen weitere Aktien auf den Markt kommen. Der BVB will jährlich rund 300 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften. Der Rekordgewinn der Saison 2012/13 von mehr als 50 Millionen Euro kam durch den Wechsel von Mario Götze nach München zustande. (dpa)

Grillo gewählt

Beim Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) ist Ulrich Grillo als Präsident bestätigt worden. Der 55-Jährige wurde von der Mitgliederversammlung einstimmig für eine zweite zweijährige Amtszeit ab 1. Januar 2015 gewählt, teilte der BDI am Montag mit. Grillo ist seit Anfang 2013 Präsident des Spitzenverbandes, der die Interessen von 100 000 Unternehmen mit acht Millionen Beschäftigten vertritt. (dpa)
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