Wirtschaftsnotizen

Weniger Insolvenzen

Die Zahl der Firmenpleiten im Freistaat ist in den ersten neun Monaten des Jahres zwar zurückgegangen - die Zahl der betroffenen Mitarbeiter hingegen ist gestiegen. Wie das Statistische Landesamt am Mittwoch mitteilte, stellten 2169 Unternehmen einen Insolvenzantrag. Das sind gut sechs Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der davon betroffenen Arbeitnehmer hingegen legte um mehr als 17 Prozent auf 17 828 zu. Privatpersonen schlitterten in den ersten drei Quartalen seltener in die Pleite als im Vorjahr: 6687 Menschen meldeten Verbraucherinsolvenz an (- 3 Prozent). (dpa)

Oetker erweitert USA-Präsenz

Der Nahrungsmittelkonzern Dr. Oetker kann sein Pizza-Geschäft in Kanada und den USA ausbauen. Die Wettbewerbsbehörden haben der Übernahme der Tiefkühlpizza-Sparte von McCain mit einem Jahresumsatz von umgerechnet 100 Millionen Euro zugestimmt, wie das Familienunternehmen am Dienstag in Bielefeld mitteilte. Zur Kaufsumme macht Dr. Oetker keine Angaben.

Der Oetker-Umsatz mit Tiefkühlpizza, Backpulver, Desserts und Fertigkuchen lag 2013 bei 2,13 Milliarden Euro. Bild: dpa
Übernommen werden Standorte in Grand Falls, New Brunswick (beide Kanada) und New Jersey (USA) mit 325 Mitarbeitern. Seit Mai sind die Bielefelder mit einem eigenen Pizzawerk in Ontario (Kanada) vertreten. 4000 der 10 300 Oetker-Mitarbeiter arbeiten in Deutschland. (dpa)

Telekom erwägt Ausstieg

Die Deutsche Telekom und die französische Orange denken über einen Ausstieg aus dem britischen Mobilfunkmarkt nach. Beide Unternehmen, die in Großbritannien mit dem Joint Venture Everything Everywhere (EE) den Branchenprimus stellen, führten zur Zeit erste Gespräche mit British Telecom (BT), erklärten Telekom und Orange am Mittwoch. Der frühere Branchenriese BT, ein Anbieter von Kommunikation-, Netzwerk- und IT-Diensten, plant den Wiedereinstieg ins Mobilfunkgeschäft. BT liebäugelt auch mit einer Übernahme der Mobilfunktochter der spanischen Telefónica O2 auf dem britischen Markt. (dpa)

Montezemolo Alitalia-Chef

Der ehemalige Ferrari-Chef Luca di Montezemolo wird neuer Präsident der kriselnden italienischen Airline Alitalia. Das entschied der Verwaltungsrat des Unternehmens am Mittwoch. "Es beginnt ein langer und sehr wichtiger Weg für das Unternehmen, das Italien in der Welt repräsentiert, und für Italien", sagte Montezemolo. Der 67-Jährige war im Oktober nach 23 Jahren als Präsident von Ferrari zurückgetreten. Vor knapp zwei Wochen hatte die EU-Kommission den Einstieg von Etihad beim angeschlagenen Unternehmen genehmigt. Die Araber sollen 49 Prozent an Alitalia übernehmen. (dpa)
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