Wirtschaftsnotizen

Kaum Autos zum Listenpreis

Der Preiskampf am deutschen Automarkt wird einer Studie zufolge wieder härter. Sonderaktionen der Hersteller, Eigenzulassungen und Händler-Rabatte führten dazu, dass sich immer weniger Privatkunden einen Neuwagen zum regulären Preis kaufen, teilte das CAR-Institut an der Uni Duisburg-Essen am Montag mit. "Der Automarkt in Deutschland bleibt rabattgetrieben. Privatkunden kaufen immer mehr Tageszulassungen", sagte CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer. Während sich Käufer freuen können, verdirbt die Rabattschlacht die Margen der Hersteller. Internetvermittler hätten im November für die Top-Modelle Preisnachlässe von im Schnitt 20,9 Prozent gewährt, beinahe jede dritte Zulassung (31,8 Prozent) gehe auf das Konto von Autoherstellern und -händlern. (dpa)

Deutsche bezahlen bar

Bei größeren Summen kommt vermehrt die bargeldlose Zahlung zum Einsatz. Bild: dpa
Die Menschen in Deutschland werden ihre Einkäufe nach Einschätzung der Bundesbank auch künftig vorzugsweise in bar bezahlen. Zwar nehme der hohe Bargeldanteil stetig ab, sagte Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele am Montag in Frankfurt. Die Entwicklung verlaufe aber langsam: "Bargeld wird bis auf weiteres das meistgenutzte Zahlungsmittel am ,Point of Sale' ("Verkaufsstelle") sein."

Nach Analysen der Deutschen Bundesbank von 2011 nutzen Verbraucher Bargeld bei mehr als 80 Prozent aller Transaktionen, vor allem wenn sie nur kleine Beträge bezahlen. Der wertmäßige Anteil lag mit 53 Prozent deutlich niedriger. Neue Zahlen will die Bundesbank 2015 vorlegen. Thiele ist überzeugt: "Trotz des ausgerufenen ,War on Cash' ("Krieg dem Bargeld") und dem Ruf Einzelner nach einer ausschließlich bargeldlosen Währung bin ich mir absolut sicher, dass Bargeld weiter eine Zukunft hat." (dpa)

Bestellbücher füllen sich

Die deutschen Maschinenbauer haben das Sommerloch überwunden. Im Oktober lag der Auftragseingang in der Schlüsselindustrie um sieben Prozent über dem Vorjahresniveau, teilte der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) am Montag mit. Das Inlandsgeschäft stieg um ein Prozent, das Auslandsgeschäft um neun Prozent.

Das kräftige Plus im Auslandsgeschäft sei sowohl den Kunden im Euroraum als auch aus aller Welt zu verdanken. VDMA-Chefvolkswirt Ralph Wiechers sprach von einem erfreulichen Zuwachs beim Bestelleingang, warnte aber gleichzeitig vor Übermut: "Eine Stabilisierung ist noch kein Aufschwung." Nach den teilweise katastrophalen Augustzahlen habe der September eine Korrektur gebracht. 2015 erwartet der Verband ein reales Wachstum der Produktion um zwei Prozent. Die Bestellungen aus dem Ausland zögen bereits seit mehreren Monaten an, sagte Wiechers: "Unser wichtigster Markt China ist wieder auf der Habenseite." (dpa)
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