Wirtschaftsnotizen

Gefälschte Abmahnungen

Verbraucher bekommen derzeit Abmahnungen einer Rechtsanwaltskanzlei aus dem britischen Liverpool. Die Angeschriebenen sollen wegen einer angeblichen Urheberrechtsverletzung von ihrem Internetanschluss rund 270 Euro zahlen. Die Kanzlei existiert, ist aber anscheinend selbst Opfer von Betrügern geworden. Denn weder die in dem Schreiben als Sachbearbeiterin angegebene Anwältin noch die angeführte E-Mail-Adresse sind der Kanzlei bekannt. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz empfiehlt Betroffenen, die Forderung zunächst nicht zu bezahlen und keine Unterlassungserklärung abzugeben. Im Zweifel sei es sinnvoll, juristischen Rat einzuholen. (dpa)

Mehdorn vor Ablösung?

Für den neuen Hauptstadtflughafen erwägt Geschäftsführer Hartmut Mehdorn den Bau eines zusätzlichen Abfertigungsgebäudes. Dort soll zunächst übergangsweise das Regierungs-Terminal für Staatsgäste der Bundesregierung untergebracht werden. Später könnten Billigfluggesellschaften das Gebäude nutzen, hieß es. Nach einem Bericht des "Handelsblatts" hat bereits die Nachfolgersuche für den BER-Geschäftsführer begonnen. Der Chef des Flughafens Köln-Bonn, Michael Garvens, und der Münchner Flughafenmanager Thomas Weyer würden als Nachfolgekandidaten gelten. Zu dem Bericht sagte Brandenburgs Regierungssprecher Thomas Braune: "Dass einer der beiden Herren im Gespräch ist, Herrn Mehdorn nachzufolgen, ist Quatsch." (dpa)

Hindernis für Wachstum

Die Kluft zwischen Arm und Reich verlangsamt in vielen Ländern das Wirtschaftswachstum. Denn Ärmere investieren in der Regel weniger in Bildung - in Folge gebe es weniger Ausbildung von Kompetenzen. Das geht aus einem Arbeitspapier der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. In Deutschland erhöhte sich demnach der Abstand zwischen Arm und Reich seit Mitte der 80er Jahre. Die reichsten zehn Prozent der Bevölkerung verdienten damals fünf Mal so viel wie die ärmsten zehn Prozent. Heute verdienen die reichsten zehn Prozent sieben Mal so viel. Starkes und dauerhaftes Wachstum erfordere ein energisches Eintreten gegen wachsende Ungleichheit, so die OECD. Umverteilung durch Steuern und Transferleistungen könne so wachstumsfördernd sein. (dpa)
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