Wirtschaftsnotizen

Schlichtung läuft

Nach vier ergebnislosen Tarifrunden für die Mitarbeiter von Fast-Food-Ketten haben in Berlin Schlichtungsverhandlungen begonnen. Die mehr als 100 000 Beschäftigten in der Systemgastronomie forderten mehr als den Mindestlohn von 8,50 Euro sowie eine Angleichung der Löhne in Ost und West, sagte Karin Vladimirov, Sprecherin der Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG), am Dienstag. Im Moment würden in Tarifverträgen in den untersten Gruppen Stundenlöhne von 7,06 Euro in Ostdeutschland und 7,71 Euro in Westdeutschland gezahlt. Als Schlichterin verhandelt die ehemalige Vize-Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Ursula Engelen-Kefer. (dpa)

Nabaltec baut Kapazität aus

Nabaltec will bei seinem US-Joint-Venture Nashtec in Corpus Christi (Texas/USA) die Produktionskapazitäten um rund 40 Prozent erhöhen. Damit reagiere man auf die stetig steigende Nachfrage nach Feinsthydroxiden, teilte das Schwandorfer Chemieunternehmen mit. Die geplanten Erweiterungsmaßnahmen würden ohne Einschränkungen für den laufenden Betrieb umgesetzt, hieß es weiter. Nabaltec entwickelt, produziert und vertreibt auf der Basis von mineralischen Rohstoffen Produkte unter anderem halogenfreie, flammhemmende Füllstoffe und umweltfreundliche Additive für die Kunststoffindustrie. (nt/az)

Walter soll Banken retten

Der frühere Dresdner-Bank-Chef Herbert Walter soll an die Spitze des staatlichen Bankenrettungsfonds Soffin rücken. Der 61-Jährige werde künftig den Leitungsausschuss der für den Soffin zuständigen Bundesanstalt für Finanzmarktstabilisierung (FMSA) führen und damit oberster Bankensanierer werden, bestätigten Finanzmarktkreise am Dienstag

Herbert Walter. Archivbild: dpa
Medienberichte. Walter folgt damit Christopher Pleister, der zum Jahresende geht. Die Bundesregierung wollte die Personalie am Mittwoch beschließen. Die FMSA gewährt Hilfen aus dem Soffin und erhebt die Bankenabgabe für den bisher nationalen Restrukturierungsfonds. Daneben überwacht die Anstalt die beiden "Bad Banks" - die Erste Abwicklungsanstalt und die FMS Wertmanagement. 2015 übernimmt die FMSA die Aufgaben einer nationalen Abwicklungsbehörde. (dpa)

König bestätigt

Das EU-Parlament hat die Ernennung der obersten deutschen Finanzaufseherin Elke König (60) als Chefin der künftigen EU-Behörde zur Abwicklung von Krisenbanken bestätigt. Die Volksvertretung sprach sich am Dienstag in Straßburg mit großer Mehrheit für die Präsidentin der Finanzdienstleistungsaufsicht Bafin aus. Vize-Chef der neuen EU-Einrichtung wird der Finne Timo Löyttyniemi. Die EU-Mitgliedsregierungen müssen der Ernennung noch zustimmen. Die Bankenabwicklung ist ein Pfeiler der europäischen Bankenunion, die neue Behörde wird in Brüssel aufgebaut. (dpa)
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