Wirtschaftsnotizen

Kein Börsengang 2015

Siemens will seine Medizintechnik in nächster Zeit nicht an die Börse bringen. Vorstandschef Joe Kaeser sagte der "Wirtschaftswoche", er wolle der Sparte "mehr Handlungsspielraum geben, etwa auch für mögliche Akquisitionen" - aber sie gehe 2015 nicht an die Börse: Kaeser hatte schon im Mai angekündigt, dass die Medizintechnik eine eigenständige Rolle innerhalb von Siemens bekommen soll. Branchenbeobachter sehen den Schritt auch als mögliche Vorbereitung für einen Verkauf oder Börsengang. (dpa)

Mindestlohn: Kaum Folgen

Die Einführung des Mindestlohns am 1. Januar wird nach Einschätzung der Bundesagentur für Arbeit (BA) insgesamt nur geringe Folgen für den Arbeitsmarkt haben. "Ich glaube nicht, dass massenhaft Stellen verloren gehen", sagte BA-Chef Frank-Jürgen Weise dem Nachrichtenmagazin "Focus". Er räumte jedoch ein: "Ohne Mindestlohn hätten wir 2015 möglicherweise noch etwas weniger Arbeitslose." (dpa)

Russland: Otto bremst

Der starke Verfall des Rubels zwingt den Handelskonzern Otto in Russland in die Defensive. "Wir fahren auf Sicht und müssen unsere Preise flexibel anpassen", sagte Martin Schierer, Chef der Otto Group in Russland. Geplant sei eine Preiserhöhung von 10 bis 15 Prozent, bereits die zweite innerhalb weniger Monate. Zudem werden geplante Investitionen gestrichen oder gekürzt. Damit bremst Otto den Expansionskurs, der zuletzt zu zweistelligen Wachstumsraten führte. Otto hat in den vergangenen Jahren ein bedeutendes Russland-Geschäft aufgezogen und beschäftigt dort rund 2000 Mitarbeiter. (dpa)

Niedrigere Tankrechnung

Die sinkenden Öl- und Benzinpreise haben den deutschen Autofahrern 2014 nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbands insgesamt rund fünf Milliarden Euro auf der Tankrechnung erspart. Zu Beginn der Weihnachtswoche seien E10 und Diesel sogar so günstig gewesen wie seit über fünf Jahren nicht mehr. Die Tankstellen verkauften nach vorläufigen Angaben des Verbands im zu Ende gehenden Jahr vier Prozent mehr Diesel und zwei Prozent mehr Benzin als 2013. Der höhere Spritabsatz dürfte Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nach Informationen der Zeitung zusätzliche 550 Millionen Euro an Mineralölsteuer-Einnahmen in die Kasse spülen. (dpa)

Google sucht Auto-Partner

Google schaut sich in der Fahrzeugbranche nach Partnern für sein selbstfahrendes Auto um. "Wir wollen nicht ausdrücklich ein Autohersteller werden", sagte Projektleiter Chris Urmson dem "Wall Street Journal". Google hatte im Mai den Prototypen seines ersten eigenen selbstfahrenden Autos vorgestellt, das ohne Lenkrad und Pedale auskommen soll, weil es komplett vom Computer gesteuert wird. (dpa)
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