Wirtschaftsnotizen

Ackerland billiger?

Der Höhenflug bei Preisen für Agrarflächen dürfte nach Einschätzung von Experten im neuen Jahr vorerst ein Ende haben. "Für 2015 erwarten wir einen rückläufigen Trend. Das hängt eng mit der Entwicklung der Agrarpreise zusammen, die zuletzt durchweg gefallen sind", sagte Peter Pascher vom Deutschen Bauernverband. Durch die fallenden Preise für landwirtschaftliche Produkte sinke die Rentabilität und damit auch die Bereitschaft, hohe Summen für Agrarflächen zu zahlen. Bereits 2014 dürften die Preise seiner Einschätzung nach stabil geblieben sein, möglicherweise leicht rückläufig. (dpa)

Mehr Firmenpleiten

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland wird nach Einschätzung des Kreditversicherers Euler Hermes im kommenden Jahr erstmals seit längerem wieder zulegen. Ein Grund für den erwarteten Anstieg gegen den weltweiten Trend um zwei Prozent auf knapp 25 000 Fälle sei eine gesunkene Zahlungsmoral, sagte Euler-Hermes-Chefökonom Ludovic Subran. 2014 waren in Deutschland etwa sechs Prozent weniger Firmen in die Pleite gerutscht als im Jahr zuvor. (dpa)

Zuviele Nullen

Die Bundesregierung hat sich bei ihrer Infrastruktur-Wunschliste für die EU-Kommission einen schweren Rechenfehler geleistet. Ein Beamter des Wirtschaftsministeriums brachte bei einem einzelnen Projekt Milliarden und Millionen durcheinander, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Die deutschen Anmeldungen für das 315-Milliarden-Euro-Programm belaufen sich somit statt auf 89 Milliarden nur auf gut 84 Milliarden Euro. Nach Angaben der Bundesregierung lasse sich nicht mehr rekonstruieren, wie die Panne passieren konnte und warum niemand im Wirtschafts- oder im Finanzministerium etwas bemerkte. (dpa)
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