Wirtschaftsnotizen

Keine Ruhe bei Faurecia

Im Trabitzer Faurecia-Werk kehrt auch nach dem Abbau von 100 Stellen keine Ruhe ein. Von 66 gekündigten Mitarbeitern wehren sich 42 juristisch gegen die Freistellung. Der Betriebsrat argumentiert, dass die Führung des Automobilzulieferers die Funktionsgruppen für die Sozialauswahl falsch zugeschnitten habe. Langjährige Arbeitnehmer erhielten Kündigungen, weil sie für bestimmte Funktionen nicht einsetzbar sein sollen. Der Betriebsrat argumentiert, dass die Tätigkeiten leicht erlernbar wären. Der Betriebsrat klagte außerdem, weil die Firma wenige Tage nach den Kündigungen 15 Leiharbeiter einstellte. Zur Verhandlung kam nicht, weil die Leiharbeiter nicht mehr im Werk arbeiteten, als der Prozess terminiert war. Vom Unternehmen gab es am Freitag keine Stellungnahme. (wüw)

"Schaufenster der Genüsse"

Die Grüne Woche in Berlin hat am Freitag für die Besucher geöffnet. Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) sprach beim Eröffnungsrundgang von einem "Schaufenster der Genüsse" und der "Verantwortung für Ernährung". Er rief angesichts von Hunger und Mangelernährung in der Welt dazu auf, Lebensmittel nicht wegzuwerfen. Schmidt und sein russischer Amtskollege Nikolai Fjodorow

Herzhafter Biss: Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) beim Eröffnungsrundgang auf der Grünen Woche in Berlin. Bild: dpa
betonten nach einem Treffen auf der Grüne Woche, ungeachtet der Handelssanktionen hätten Russland und Deutschland das grundlegende Interesse an einem Ausbau der Geschäfte mit Agrarprodukten. Der bayerische Agrarminister Helmut Brunner (CSU) sagte, durch das Einfuhrverbot seien bei Zuchtvieh, Milch, Käse und Fleisch Märkte in Russland verloren gegangen, "die nicht so leicht zu kompensieren sind". Fjodorow teilte mit, am ersten Messe-Tag seien mit Partnern aus Deutschland, Finnland und Italien Investitionsvereinbarungen für Projekte im Volumen von einigen Hundert Millionen Euro unterzeichnet worden. (dpa)

Für Chinesen interessant

Chinesische Investoren haben sich in Deutschland in so viele Unternehmen eingekauft wie nirgendwo sonst in Europa. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie des Beratungsunternehmens EY hervor. 2014 stiegen sie bei 36 (Vorjahr: 28) Firmen ein. Gezählt wurden sowohl Komplettübernahmen als auch Beteiligungen. Auf Platz zwei der Liste folgt Großbritannien mit 26 Transaktionen. Ein Grund für den Zuwachs sei das Bestreben der chinesischen Regierung, den Expansionskurs heimischer Firmen zu fördern, erklärte EY-Partnerin Yi Sun. "In Deutschland erhalten chinesische Unternehmen Zugang zu der entsprechenden Technologie." Zugleich seien sie hierzulande nah an wichtigen Konzernen im Auto- und Maschinenbau. (dpa)
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