Wirtschaftsnotizen

IG Metall: Mehr Mitglieder

Das vierte Jahr in Folge hat die IG Metall 2014 die Zahl ihrer Mitglieder gesteigert. Zum Jahresende hatte Deutschlands größte Gewerkschaft 2,27 Millionen Mitglieder, rund 3400 mehr als ein Jahr zuvor. Das teilte der Erste Vorsitzende Detlef Wetzel am Montag in Frankfurt mit. Insgesamt seien mehr als 110 000 neue Mitglieder in die IG Metall eingetreten. Damit konnten Austritte und Sterbefälle mehr als ausgeglichen werden. Auch wegen der höheren Tarifgehälter konnte Hauptkassierer Jürgen Kerner gleichzeitig mit 516 Millionen Euro (2013: 499 Millionen Euro) einen erneuten Rekord bei den Beiträgen verbuchen. Dazu kommen ungenannte Erträge aus dem Milliardenvermögen der Gewerkschaft, die ebenfalls in die Organisation und in die Streikkasse fließen. (dpa)

Schlichtung bei Lufthansa

Bei der Lufthansa ist ein weiterer Tarifkonflikt eskaliert. Die Gewerkschaft Ufo hat die Verhandlungen zu Fragen der betrieblichen Altersversorgung und der Übergangsrenten von rund 19 000 Flugbegleitern für gescheitert erklärt und abgebrochen. Zu Streiks kommt es aber vorerst nicht, weil ein Schlichter zur Lösung des Konflikts berufen werden sollte, teilten beide Seiten am Montag in Frankfurt mit. Die Mitglieder der Ufo sind in einer bis zum Monatsende befristeten Urabstimmung aufgerufen, über einen Arbeitskampf zu diesen und weiteren Tarif-Themen zu entscheiden. Ebenfalls offen ist der Tarifkonflikt mit den Piloten, die seit April 2014 bereits in zehn Streikrunden ihre Arbeit niedergelegt haben. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat ihre Mitglieder bei der Lufthansa zu Versammlungen aufgerufen und weitere Streiks in den nächsten Wochen als wahrscheinlich bezeichnet. (dpa)

Noch ein Verkaufsrekord

BMW hat 2014 aufgrund mehrerer neuer Modelle so viele Motorräder verkauft wie nie zuvor. Weltweit setzte der Konzern mehr als 123 000 Motorräder ab und damit gut sieben Prozent mehr als im Jahr zuvor. Der wichtigste Absatzmarkt blieb Deutschland: Etwa jedes fünfte Motorrad sei hier verkauft worden, teilte BMW am Montag in München mit. Für das Elektro-Zweirad Maxi-Scooter fand BMW seit dem Start im Mai rund 550 Käufer. "Die gute Akzeptanz bei den Kunden zeigt, dass wir mit diesem ersten Schritt in die Elektromobilität den richtigen Ansatz gewählt haben", sagte BMW-Motorrad-Chef Stephan Schaller. Im laufenden Jahr peilt er einen weiteren Absatzrekord mit BMW-Motorrädern an. (dpa)
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