Wirtschaftsnotizen

Warnstreiks ausgeweitet

Im Tarifstreit der Metallindustrie weitet die IG Metall ihre Warnstreiks in Bayern deutlich aus. Für heute habe sie zu Arbeitsniederlegungen in 22 Betrieben aufgerufen, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Schwerpunkte seien neben BMW in München auch MAN Diesel & Turbo in Augsburg, Bosch Rexroth, Schaeffler und ZF Friedrichshafen in Schweinfurt und Siemens in Cham. (dpa)

Inder übernehmen

Der Automobilzulieferer Scherer & Trier im Michelau (Kreis Lichtenfels) gehört nun einem indischen Investor. Alle Arbeitsplätze blieben erhalten, teilte Insolvenzverwalter Joachim Exner am Montag mit. Seit dem Insolvenzantrag hatten die 2000 Mitarbeiter um ihre Jobs gebangt. Der Geschäftsbetrieb gehe "mit gut gefüllten Auftragsbüchern" an die Samvardhana Motherson Group. Motherson plane, den Standort Michelau zum Entwicklungszentrum auch für andere Geschäftsbereiche auszubauen. Der Konzern (mehr als 70 000 Mitarbeiter in 25 Ländern) erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2013/14 einen Umsatz von 6,1 Milliarden Dollar. Scherer & Trier war in Schieflage geraten, weil Gespräche über eine Anschlussfinanzierung gescheitert waren. Das Unternehmen produziert thermoplastische Formteile. (dpa)

Sixts Söhne im Vorstand

Sixt erweitert seinen Vorstand: Der Aufsichtsrat habe Alexander (35) und Konstantin Sixt (32), die beiden Söhne von Konzernchef Erich Sixt, mit sofortiger Wirkung zu neuen Mitgliedern des Führungsgremiums bestellt, teilte der Autovermieter am Montag in München mit. Mit der Erweiterung werde der Expansion von Sixt in den vergangenen Jahren Rechnung getragen, hieß es. Auf einen Generationswechsel lasse der Schritt nicht schließen, sagte ein Unternehmenssprecher. Denn zugleich seien die Verträge von Vorstandschef Erich Sixt (70) und des für Operations und Fuhrpark zuständigen Vorstandsmitglieds Detlev Pätsch vorzeitig bis 2020 beziehungsweise 2019 verlängert worden. (dpa)

Verdi fordert 5,5 Prozent

Mit einer Forderung nach 5,5 Prozent mehr Geld zieht die Gewerkschaft Verdi in die Tarifverhandlungen für rund 50 000 Beschäftigte der Lufthansa. Die Lufthansa lehnte die Forderung als "deutlich überzogen" ab. In allen Geschäftsfeldern hätten die Mitarbeiter einen erheblichen Nachholbedarf, erklärte das Verdi-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle am Montag. Die vom Unternehmen gewünschte Verknüpfung mit Fragen der betrieblichen Altersversorgung lehnte Verdi ab. An dieser Thematik haben sich die parallelen Tarifverhandlungen der Pilotengewerkschaft Cockpit und der Flugbegleiter-Vertretung festgefahren. Verdi vertritt vor allem Lufthansa-Beschäftige am Boden und in den Service-Gesellschaften. (dpa)

Gespräche über Filialen

Nach der Rücknahme des Insolvenzantrags für den Betreiber der 89 wiedereröffneten Burger-King-Filialen sind Gespräche über die Zukunft der Schnellrestaurants im Gange. Das verlautete am Montag aus gut informierten Kreisen. In der vergangenen Woche hatte die Burger King GmbH als Betreibergesellschaft der Filialen überraschend einen Insolvenzantrag zurückgenommen. Am Montag ließ die Burger King GmbH mitteilen, dass andere Lizenznehmer ihr die Bereitstellung von Management-Kapazität, Know-how und Erfahrung zugesagt hätten. (dpa)
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