Wirtschaftsnotizen

Faco in Insolvenz

Die Faco Metallbautechnik GmbH aus Plößberg (Kreis Tirschenreuth) hat Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen (45 Mitarbeiter), das Fassaden für Produktionsstätten, Krankenhäuser und Verwaltungsgebäude errichtet, war in eine finanzielle Schieflage geraten. Joachim Exner, der vorläufige Insolvenzverwalter, teilte mit, Löhne und Gehälter seien über das Insolvenzgeld abgedeckt. Derzeit werde ein Investor gesucht. (nt/az)

Verdi fordert 5,5 Prozent

Für die rund 174 000 Angestellten von Versicherungen in Deutschland fordert die Gewerkschaft Verdi 5,5 Prozent mehr Geld. Die Gehälter sollen mindestens um 160 Euro im Monat steigen. Das teilte Verdi am Donnerstag in Berlin mit. "Durch Umstrukturierungen und Rationalisierung ist der Druck auf die Beschäftigten immer mehr angestiegen", hieß es zur Begründung. Außerdem zeichneten sich für 2014 außerordentlich hohe Gewinne ab. Arbeitgeber und Gewerkschaft beginnen ihre Verhandlungen am 20. Mär. Die Gewerkschaft will eine Laufzeit des Tarifvertrags von einem Jahr erreichen. (dpa)

Swatch: Gewinneinbruch

Der Schweizer Uhrenkonzern Swatch (weltweit rund 35 500 Mitarbeiter) hat im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinneinbruch erlitten. 2014 habe der operative Gewinn bei rund 1,8 Milliarden Franken (1,7 Milliarden Euro) gelegen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Mit seinen bunten Uhren ist Swatch weltbekannt geworden. Archivbild: dpa
Das ist etwa ein Viertel weniger als im Vorjahr. Grund dafür sind laut Swatch vor allem hohe Marketingausgaben in den USA, Japan und China. Der Umsatz der 20 Konzernmarken stieg auf 8,7 Milliarden Franken (2013: 8,5 Milliarden). Unter dem Strich stand 2014 ein Gewinn von rund 1,4 Milliarden Franken (Vorjahr: 1,9 Milliarden). Swatch hat einen hohen Produktionsanteil in der Schweiz und ist daher vom Anstieg des Schweizer Franken betroffen. (dpa)

"Partnerschaft beerdigt"

Im Streit um Pläne der Post zur Ausgliederung von Mitarbeitern haben am Donnerstag Betriebsräte und Vertreter der Gewerkschaft Verdi in Bonn an einem symbolischen Beerdigungszug teilgenommen. Ziel sei es gewesen, symbolisch Sozialpartnerschaft, Mitbestimmung und Tariftreue zu Grabe zu tragen, teilte Verdi mit. Hintergrund des Streits ist eine Ankündigung der Post, neue Mitarbeiter in der Paketzustellung in eigens gegründeten Servicefirmen einzustellen. Für die sollen nicht der Post-Haustarifvertrag, sondern die regionalen Tarifverträge der Speditions- und Logistikbranche gelten. Laut Verdi bedeutet das für die Betroffenen Einkommenseinbußen. Ein Post-Sprecher verwies dagegen auf eine bislang "gute Akzeptanz" des Angebots. Bislang seien bereits rund 2000 neue Verträge unterzeichnet worden. (dpa)
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