Wirtschaftsnotizen

Verdi konfrontiert Post

Bei der Deutschen Post droht in diesem Jahr ein größerer Arbeitskonflikt: Vor dem Hintergrund der Neuordnung der Paketzustellung bei dem Bonner Riesen kündigte die Gewerkschaft Verdi am Dienstag die tarifvertraglichen Regelungen zur Arbeitszeit zum 31. März. "Den einseitigen Vertragsbruch können wir nicht hinnehmen", sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Andrea Koscic. Verdi werde nun eine tarifpolitische Forderung zur Arbeitszeit entwickeln, die den Vertragsbruch kompensiere. Im Januar hatte die Post angekündigt, Regionalgesellschaften unter dem Namen DHL Delivery GmbH zu gründen. Die dort Beschäftigten sollen nach dem niedrigeren Tarif der Speditions- und Logistikbranche bezahlt werden. Ziel des Unternehmens ist es, den Tarifabstand zu den Wettbewerbern zu verringern. (dpa)

Umweltbank wächst

Trotz rückläufigen Solar-Kreditgeschäfts bleibt die Nürnberger Umweltbank auf Wachstumskurs. Das Geschäftsvolumen stieg im vergangenen Jahr um 4 Prozent auf 2,85 Milliarden Euro, der Betriebsgewinn um 10 Prozent auf 44 Millionen Euro, wie die Bank am Dienstag mitteilte. Vorstandschef Horst Popp geht für 2015 von weiterem Wachstum aus. Unter dem Strich blieb der Bank ein Jahresüberschuss von 14,5 Millionen Euro; dies entspricht einem Plus von 8 Prozent. Der größte Teil davon soll in die Rücklagen fließen. Zudem will die Umweltbank ihre Führungsmannschaft ausbauen. Sie beschäftigt 141 Mitarbeiter. (dpa)

Bahn schützt Automaten

Mit Farbpatronen will die Deutsche Bahn den Aufbruch von Fahrkartenautomaten nutzlos machen. Die nicht ablösbare Farbe wird auf die Geldscheine gespritzt, wenn jemand die Geldkassette kippt oder schüttelt. "Das Geld ist wertlos, der Aufbruch damit sinnlos", erklärte Bahn-Sicherheitschef Gerd Neubeck am Mittwoch in Berlin. Im vergangenen Jahr wurden 390 Fahrkartenautomaten von Kriminellen geknackt. Dabei entstand der Bahn nach eigenen Angaben ein Schaden von 6,7 Millionen Euro. (dpa)

München: Mini-Renditen

Im bundesweiten Vergleich erzielen Investoren mit Gewerbe- immobilien in Bayern die geringsten Renditen. Nach einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Unternehmensberatung Price Waterhouse Coopers (PwC) sind in München die Renditen mit 4,18 Prozent in keiner anderen deutschen Großstadt so niedrig wie in München. Dafür ist dort allerdings auch das Risiko geringer. Die höchsten Renditen sind demnach in Magdeburg (7,50 Prozent), Erfurt (6,75 Prozent) und Dresden (6,45 Prozent) zu erzielen - bei höherem Verlustrisiko. (dpa)
Weitere Beiträge zu den Themen: Februar 2015 (7876)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.