Wirtschaftsnotizen

Faco: Betrieb ruht

Das Insolvenzverfahren über die Faco Metallbautechnik in Plößberg (Kreis Tirschenreuth) ist eröffnet worden. Das teilte Insolvenzverwalter Joachim Exner am Dienstag mit. Die 45 Mitarbeiter seien freigestellt worden. Derzeit ruhe der Betrieb. Exner teilte weiter mit, er sei zuversichtlich, "dass wir in Kürze eine Lösung erreichen". Es gebe Interessenten, die Gespräche dauerten aber noch an. (nt/az)

Deutsche Bahn bleibt hart

Kunden der Deutschen Bahn müssen bei ihrer Reiseplanung weiterhin einen Streik einkalkulieren. Ob die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) tatsächlich dazu aufrufen wird, ist aber noch unklar. In dem Tarifpoker reagierte die Bahn am Dienstag auf ein Ultimatum der GDL. Die Bahn lehnte es ab, ein von der GDL vorgelegtes sogenanntes Protokoll zu unterschrei-ben. Zugleich bekräftigte sie, dass

Für Bahn-Kunden könnte es schon bald wieder heißen: Nicht einsteigen. Das Unternehmen will ein Ultimatum der GDL nicht erfüllen. Bild: dpa
aus ihrer Sicht Kernforderungen der GDL erfüllt seien und schlug vor, weiterzuverhandeln. GDL-Sprecherin Gerda Seibert teilte mit, der für heute geplante Ablauf werde sich nicht ändern. Demnach werden Hauptvorstand und Tarifkommission über den Verhandlungsstand beraten und dann eine Entscheidung über eine Wiederaufnahme der Arbeitskämpfe treffen. (dpa)

Arbeitsniederlegung bei VW

Mehrere tausend VW-Beschäftigte haben am Dienstag in Wolfsburg und Hannover zeitweise ihre Arbeit niedergelegt. Damit protestierten sie gegen den Stillstand bei den laufenden Gesprächen über den Haustarifvertrag bei VW. Die IG Metall will für die 115 000 Mitarbeiter, die unter den VW-Haustarif fallen, 5,5 Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeberseite bot zuletzt eine Erhöhung von 2,2 Prozent an. (dpa)

Trennung von der HRE

Der Bund hat die Privatisierung der einst mit Steuermilliarden geretteten Hypo Real Estate (HRE) auf den Weg gebracht. Das Bieterverfahren für die HRE-Tochter Deutsche Pfandbriefbank sei mit einer öffentlichen Ausschreibung angelaufen, teilte die Deutsche Pfandbriefbank (PBB) am Dienstag in München mit. Die HRE will bis zu 100 Prozent ihrer Anteile an der Tochter verkaufen und damit eine Auflage der EU-Kommission erfüllen. Als Alternative werde parallel auch ein möglicher Börsengang vorbereitet. Die HRE hatte nach ihrer Notverstaatlichung Altlasten in eine Bad Bank ausgelagert und tritt inzwischen in ihrem Kerngeschäft als Deutsche Pfandbriefbank am Markt auf. Das vergangene Geschäftsjahr hat die Pfandbriefbank nach vorläufigen Zahlen besser als erwartet abgeschlossen. Das Vorsteuergewinn liege voraussichtlich über 170 Millionen Euro (Vorjahr: 165 Millionen Euro), angepeilt waren mindestens 140 Millionen Euro. (dpa)
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