Wirtschaftsnotizen

Postbank: Versammlungen

Die meisten Filialen der Postbank sollen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi heute geschlossen bleiben. Die Gewerkschaft wolle die Beschäftigten in Betriebsversammlungen über den Stand der Tarifverhandlungen informieren, teilte Verdi am Montag in Hamburg mit. Die zweite Verhandlungsrunde für die 9500 Beschäftigten der Postbank Filialvertrieb AG sei am 17. Februar ohne Ergebnis geblieben. Die Tarifparteien sind sich unter anderem uneins über einen tarifvertraglichen Kündigungsschutz und eine Erhöhung der Gehälter. (dpa)

Wirtschaftsfaktor Putzfrau

Haushaltshilfen mit angemeldeten Minijobs zahlen jährlich mehr als 100 Millionen Euro Steuern und Abgaben in die Sozialkassen. Dies sei ein "beachtlicher Beitrag für den Wirtschaftsstandort Deutschland", sagte der Chef der Essener Minijobzentrale Erik Thomsen am Montag. Die Minijobzentrale hatte in einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) erstmals die Wertschöpfung der Haushaltshilfen untersuchen lassen. Demnach liegt die gesamte Wertschöpfung bei 664 Millionen Euro im Jahr. Minijobs sind bis 450 Euro für die Arbeitnehmer steuer- und krankenversicherungsfrei. Den rund 280 000 angemeldeten Minijobbern im Haushaltsbereich steht allerdings eine ungleich größere Zahl von - geschätzt - vier Millionen Schwarzarbeitern gegenüber. (dpa)

Honda wechselt Chef aus

Der drittgrößte Autobauer in Japan, Honda, bekommt einen neuen Chef. Nach einer Rekordzahl von Rückrufen im vergangenen Jahr wird der derzeitige Konzernlenker Takanobu Ito im Juni durch den Honda-Manager Takahiro Hachigo ersetzt. Der 61 Jahre

Takahiro Hachigo. Bild: dpa
alte Ito solle dem Unternehmen als Berater erhalten bleiben, teilte Honda am Montag mit. Honda ist am stärksten von der riesigen Rückrufserie des Airbagherstellers Takata betroffen, an dem die Japaner auch Anteile halten. Ito hatte deswegen zuletzt zweimal innerhalb von gut drei Monaten die Gewinnprognose für das am 31. März endende Geschäftsjahr gesenkt. Inzwischen rechnet Honda mit dem ersten Ergebnisrückgang seit drei Jahren. (dpa)

"Akademisierungswahn"

Die Wirtschaft in Bayern ruft zu mehr Einsatz gegen den Azubi-Mangel auf. "Es ist höchste Zeit zu handeln", mahnte der Präsident des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags, Eberhard Sasse, am Montag in München. Er kritisierte zugleich einen "Akademisierungswahn". Stattdessen müsse die duale Ausbildung wieder als attraktive und echte Alternative zum Studium wahrgenommen werden. Die Betriebe müssten unter anderem neue Bewerbergruppen ansprechen, forderte Sasse. Sie sollten unter anderem frühzeitig auf Schüler zugehen, auch Absolventen mit weniger guten Noten eine Chance geben, neue Angebote wie und Teilzeitausbildungen einführen. (dpa)
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