Wirtschaftsnotizen

Filialen lahmgelegt

Im Streit um einen tariflichen Kündigungsschutz für die rund 9500 Postbank-Mitarbeiter haben Arbeitnehmervertreter am Dienstag bundesweit Filialen der Bank lahmgelegt. Die "überwiegende Zahl" der 1100 deutschen Filialen sei betroffen, sagte eine Banksprecherin. Die Betriebsräte hätten zu Betriebsversammlungen - vielfach von 10 bis 16 Uhr - aufgerufen. Eine Sprecherin der Gewerkschaft Verdi kündigte neben den Betriebsversammlungen zahlreiche weitere Aktionen an. Hintergrund seien Verkaufsgerüchte, die von der Deutschen Bank als Eigentümerin nicht dementiert würden. Für die dritte Verhandlungsrunde bei der Postbank fordere Verdi zudem eine angemessene Gehaltsanhebung. Bisher hatten die Arbeitgeber jeweils 1,6 Prozent zum 1. März 2015 und 2016 angeboten. (dpa)

Produktion beendet

Die Produktion beim Solarpionier Hanwha Q-Cells in Bitterfeld-Wolfen ist beendet. Die Produktionsstraße sei mit Ende der Nachtschicht am Dienstag gestoppt worden, teilte das Unternehmen mit. Ursprünglich war ein Ende der Solarzellen-Herstellung zum 1. März geplant. Hanwha Q-Cells hatte im Januar erklärt, wegen des Preisverfalls bei Solarzellen die Produktion in Deutschland zu stoppen und teilweise nach Malaysia zu verlegen, wo bereits ein großes Werk besteht. Den Planungen zufolge sollten 550 von 800 Arbeitsplätze wegfallen. (dpa)

Höhere Preise

Fahrgäste im öffentlichen Nahverkehr müssen sich auch in diesem Jahr auf Preiserhöhungen einstellen. Er rechne wie in den vergangenen Jahren mit Anhebungen in einer Größenordnung von 2,0 bis 3,5 Prozent, sagte Jürgen Fenske, der Präsident des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), in Berlin. Dabei stößt der Preis für Einzelfahrscheine seiner Meinung nach in einigen Ballungsgebieten bereits an Grenzen. 2014 zählte der VDV im kommunalen Nahverkehr 9,95 Milliarden Fahrten, ein Plus von 0,6 Prozent. Diese Erfolgsgeschichte könnte bald enden, wenn der Bund keine solide Finanzierung sicherstelle, warnte Fenske. Dieser habe seinen Beitrag seit 2007 nicht erhöht, zwischen Bund und Ländern sei die Gemeindeverkehrsfinanzierung von 2019 an ungeklärt. (dpa)
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