Wirtschaftsnotizen

Börsengang möglich

Deutschlands größter Autovermieter Sixt will seine Leasing-Sparte möglicherweise an die Börse bringen. Das Unternehmen prüfe derzeit einen entsprechenden Schritt, teilte der Konzern in München mit. "Das Leasinggeschäft des Konzerns hat in den vergangenen Jahren einen nachhaltigen Wachstumskurs eingeschlagen und sich erfolgreich entwickelt", sagte Firmenchef Erich Sixt. Die eigenständige Notierung an der Börse könnte es Investoren ermöglichen, gezielt in dieses Geschäftsfeld zu investieren. Auch nach einem möglichen Börsengang wolle Sixt aber einen maßgeblichen Anteil an der Sixt Leasing AG halten. (dpa)

Innovationskraft lässt nach

Die Mittelständler in Deutschland tun sich mit Innovationen einer KfW-Studie zufolge zunehmend schwer. Nur noch 28 Prozent der kleinen und mittleren Firmen steckte demnach zuletzt noch Geld in neue Produkte oder Prozesse. Nach KfW-Berechnungen sank die Bereitschaft des deutschen Mittelstandes, Neuland zu betreten, im dritten Jahr in Folge. Der Anteil innovativer Unternehmen liege inzwischen sogar niedriger als in den stark von der Finanzkrise beeinflussten Jahren 2007 bis 2009. Die am Mittwoch veröffentlichte Studie bezieht sich auf die Jahre 2011 bis 2013, dies seien die aktuellsten verfügbaren repräsentativen Daten. Als wesentlichen Grund für den Rückgang nennen die Ökonomen der Förderbank anhaltenden konjunkturellen Stillstand in weiten Teilen Europas. Zum Mittelstand zählen die Autoren sämtliche Unternehmen, deren Jahresumsatz 500 Millionen Euro nicht übersteigt. Nach dieser Definition gibt es derzeit 3,61 Millionen Mittelständler. (dpa)

Der Sohn übernimmt

Ralf Weber tritt im Modekonzern Gerry Weber die Nachfolge seines Vaters an. Der 51-Jährige übernehme mit sofortiger Wirkung den Vorstandsvorsitz, teilte der Aufsichtsrat am Mittwoch in Halle/Westfalen mit. Unternehmensgründer Gerhard Weber war

Ralf Weber. Archivbild: dpa
Ende Oktober 2014 mit 73 Jahren in den Aufsichtsrat gewechselt. Sein Sohn arbeitet seit 2008 im Unternehmen. Er war zuerst Leiter des Controllings, seit August 2013 verantwortet der Diplom-Kaufmann im Vorstand die Bereiche Vertrieb und Unternehmensentwicklung. (dpa)

Nur noch Sportwaffen

Mit 50 Mitarbeitern will der Waffenhersteller Sig Sauer in Eckernförde (Schleswig-Holstein) künftig nur noch Sportwaffen herstellen. Für 73 Beschäftigte habe die Geschäftsführung Kündigungsbegehren vorgelegt, sagte der Betriebsratsvorsitzende Rolf Rohde am Mittwoch. Sig Sauer war im vergangenen Jahr wegen möglicherweise illegaler Pistolen-Lieferungen in den Irak, nach Kasachstan und Kolumbien in die Schlagzeilen geraten. Die Staatsanwaltschaft hatte deshalb Ermittlungen aufgenommen. (dpa)
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