Wirtschaftsnotizen

SAP: 2000 Stellen betroffen

Der Softwarekonzern SAP setzt den Umbau innerhalb seiner Belegschaft fort. Erneut werden gut drei Prozent und damit mehr als 2000 der weltweit 74 400 Mitarbeiter von der Veränderung betroffen sein, wie Personalchef Stefan Ries sagte. Hintergrund ist die Veränderung des Geschäftsmodells von SAP. Der Softwarekonzern ist dabei, von fest installierter Software auf Abo-Modelle (Cloud Computing) umzustellen, wo man in Zukunft höhere Wachstumsraten und stetige Einnahmen erwartet. Nicht mehr benötigte Arbeitsplätze werden auf den Prüfstand gestellt. Betriebsbedingte Kündigungen soll es den Angaben zufolge diesmal nur außerhalb Europas geben. Das Wachstum des Softwarekonzerns dürfte den Personalabbau jedoch ausgleichen. (dpa)

Frauen benachteiligt

Die Frauen in Deutschland fühlen sich nach einer Umfrage im Berufsleben nach wie vor benachteiligt. Insbesondere bei der Bezahlung und Entlohnung von Arbeit (78 Prozent) sowie bei der Besetzung von Führungspositionen in der Wirtschaft (68) kann für die meisten weiblichen Befragten von Gleichstellung noch keine Rede sein, wie aus einer am Freitag in Frankfurt veröffentlichten Studie der IG Metall zum Weltfrauentag hervorgeht. Die befragten Männer sehen das ähnlich (jeweils 70 Prozent). Das größte Problem sehen die Befragten in der mangelnden Vereinbarkeit von Familie und Job: 73 Prozent sind insgesamt der Meinung, dass Kinder für Frauen nach wie vor ein Hemmschuh im Beruf sind. (dpa)

Bahlsen gelingt Neustart

Der Gebäck- und Süßwarenhersteller Bahlsen geht trotz Bremsspuren bei Umsatz und Volumen dank eines Marken-Neustarts zuversichtlich ins laufende Jahr. "Wir sind in der Gruppe extrem stark gestartet", sagte Vertriebschef Sönke Renk am Freitag in Hannover und begründete dies mit zweistelligen Zuwachsraten in mehreren Ländern. Im Vorjahr hatte der Konzern wegen einer Nachfragedelle im Geschäft mit Discountern mit rund 515 Millionen Euro neun Millionen Euro weniger umgesetzt als noch 2013. Dazu wurden 132 000 Tonnen Produkte (2013: 142 000 Tonnen) umgesetzt. Zur Höhe des Gewinns machte Bahlsen keine Angaben. (dpa)

Apple spielt in erster Liga

Apple steigt in die erste Börsenliga auf. Der Smartphone-Riese wird in diesem Monat in den renommierten US-Leitindex Dow Jones Industrial Average aufgenommen, wie die Betreibergesellschaft S&P Dow Jones Indices am Freitag mitteilte. Apple ersetzt in dem 119 Jahre alten Börsenbarometer vom 19. März an den Mobilfunkkonzern AT&T. "Als das größte Unternehmen der Welt und Technologie-Führer ist Apple eine eindeutige Wahl für den meistbeachteten Aktienindex", sagte David M. Blitzer vom Index-Komitee, das entscheidet, welche Firmen aufgenommen werden. Apple hatte im Februar einen Rekord-Börsenwert von etwa 775 Milliarden Dollar erreicht. Die Aktien waren auf ein Allzeithoch von 133,60 Dollar gestiegen. Es ist der erste Wechsel im Index seit 2013. Hintergrund ist laut S&P der Aktiensplit beim Kreditkartenbetreiber Visa. Dadurch sinke das Gewicht der Tech-Branche im Index, was durch die Apple-Aufnahme nun kompensiert werden solle. Der I-Phone-Hersteller war bislang nur im Technologie-Index Nasdaq 100 gelistet. Mit Microsoft und Intel sind auch andere Tech-Riesen in beiden Börsenbarometern gelistet. (dpa)
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