Wirtschaftsnotizen

Datev profitiert von Cloud

Der IT-Dienstleister Datev hat im vergangenen Jahr gleich von mehreren Entwicklungen profitiert: Die erstmals für alle Unternehmen verpflichtende E-Bilanz sowie die Zunahme elektronischer Steuererklärungen trieben die Erlöse ebenso in die Höhe wie Cloud-Angebote und Programme für Lohnabrechnungen. "Wir sind quer durch alle Produktgruppen gewachsen", sagte Datev-Chef Dieter Kempf am Montag in Nürnberg. Der Umsatz des auf Steuerberater und Wirtschaftsprüfer spezialisierten Softwarehauses stieg 2014 nach vorläufigen Zahlen um 5,1 Prozent auf 843,5 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis verbesserte sich um 2,8 Prozent auf 52,4 Millionen Euro. (dpa)

Datenbrille bei VW

Eine Daten lesende Brille soll den Arbeitsalltag im Teilelager des Wolfsburger Volkswagen-Werks revolutionieren. Die intelligente Brille soll bald die Handscanner ersetzen, mit denen die Mitarbeiter die Bauteile bisher kommissionieren. Mit der Brille auf der Nase haben die Beschäftigten nun beide Hände frei zum Packen. Per Minikamera liest das Gerät Aufkleber mit Informationen an den Teilebehältern. Ist es die richtige Kiste für den Packauftrag des Mitarbeiters, signalisiert die Brille per Piepton und Projektion auf dem Glas ihr Okay. Die Datenbrille soll im Frühjahr die Handscanner ablösen. (dpa)

Keine Börsenfusion

Das Fusionsverbot für die Deutsche Börse und die New Yorker NYSE Euronext ist nach einem Urteil des EU-Gerichts rechtens. Die Entscheidung der EU-Kommission 2012 steht damit, wie die Richter in Luxemburg am Montag entschieden (Rechtssache T-175/12) . Europas oberste Wettbewerbshüter hatten den Zusammenschluss des Frankfurter Dax-Konzerns mit der New Yorker Börse wegen kartellrechtlicher Bedenken untersagt. Die Behörde fürchtete ein Quasi-Monopol auf dem Markt für europäische Finanzderivate, also Finanzwetten. Dagegen klagte die Deutsche Börse. Das Gericht wies die Klage in allen Punkten zurück. (dpa)

Tönnies verliert an Macht

Im Machtstreit beim größten deutschen Schlachtkonzern Tönnies hat das Oberlandesgericht Hamm das doppelte Stimmrecht von Clemens Tönnies gekippt. Die Richter bestätigten damit eine Entscheidung des Landgerichts Bielefeld aus dem Jahr 2014. Unternehmenschef Clemens Tönnies muss damit im Kreis der Gesellschafter alle Entscheidungen einvernehmlich treffen. Er und sein Neffe Robert halten jeweils 50 Prozent an dem Unternehmen, streiten sich aber seit Jahren um die Macht. Das Gericht ließ keine Revision zu. Dagegen ist Beschwerde möglich (Az.: 8 U 78/14) . (dpa)
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