Wirtschaftsnotizen

Käufer benachteiligt

Der Verkäufer eines Gebrauchtwagens darf seine Haftung für Mängel am Pkw nicht vollständig ausschließen. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden. Erlaubt ist es demnach nicht, in Vertragsklauseln die Haftung für Körper- und Gesundheitsschäden und grobes Verschulden außen vor zu lassen. Das sei eine "unangemessene Benachteiligung" des Käufers, so das Gericht. (Az.: VIII ZR) (dpa)

Urteil gegen Insiderhandel

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat strenge Regeln zur Vermeidung von Insiderhandel bei Börsengeschäften festgelegt. Demnach muss ein Unternehmen Informationen veröffentlichen, selbst wenn noch unklar sei, welchen genauen Einfluss diese auf den Aktienkurs haben werden. Sonst könnte der Besitzer dieser Information zum Nachteil anderer Marktteilnehmer von seinem Wissen profitieren. Das haben die Richter am Mittwoch entschieden (Rechtssache C-628/13) . In dem Fall aus dem Jahr 2007 hatte die französische Börsenaufsicht eine Geldbuße von 1,5 Millionen Euro gegen die Investmentfirma Wendel und ihren damaligen Chef verhängt. Die Behörde warf ihnen Insidergeschäfte beim Kauf von Anteilen an dem Baustoffkonzern Saint-Gobain vor, weil sie vor der Bekanntgabe des Aktienkaufs Geschäfte auf die Anteilsscheine gemacht hatten, ohne die Öffentlichkeit darüber zu informieren. Wendel hat Ende 2014 den Kauf des Verpackungsherstellers Constantia Flexibles, zu dem auch Constantia Hueck Folien in Pirk (Kreis Neustadt/WN) gehört, angekündigt. (dpa)

Falsche Postbank-Mails

Mit gefälschten Postbank-Mails sind Kriminelle auf Phishing-Beutezug. Empfängern wird vorgegaukelt, dass sie ihre Telefon-Banking-PIN über einen Anhang in der Mail aktualisieren müssten - sonst würden Gebühren fällig. Die anhängende ZIP-Datei sollte unter keinen Umständen angeklickt und die Nachricht sofort gelöscht werden, rät die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Sonst hole man sich Schadsoftware auf den Rechner, mit der die Betrüger persönliche Daten abfischen könnten. (dpa)

Paketflut macht Post Freude

Die Paketflut zu Weihnachten und das Expressgeschäft halten die Deutsche Post auf Kurs. Bei einem Umsatzplus von gut 3 Prozent auf 56,6 Milliarden Euro erwirtschaftete der weltweit größte Logistik- und Postkonzern im Geschäftsjahr 2014 unter dem Strich einen Gewinn von nahezu unverändert 2,1 Milliarden Euro. "Wir haben ein gutes und solides Jahr abgeliefert", sagte Postchef Frank Appel am Mittwoch in Bonn. Zugleich dürfen sich die Aktionäre über eine höhere Dividende freuen. Die Ausschüttung soll um 5 Cent auf 85 Cent je Aktie erhöht werden. (dpa)
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