Wirtschaftsnotizen

"Das falsche Signal"

Der kriselnde Bau- und Dienstleistungskonzern Bilfinger streicht den Bau einer neuen Zentrale. Angesichts des Sparprogramms wäre der Neubau ein falsches Signal gegenüber den Mitarbeitern, sagte Vorstandsvorsitzender Herbert Bodner am Montag. 2014 hatte der Konzern einen Verlust von 71 Millionen Euro eingefahren und den Abbau von 1250 Arbeitsplätzen angekündigt. Bodner betonte, es gebe aber keine Pläne, die Konzernzentrale aus Mannheim an einen anderen Standort zu verlegen. (dpa)

Fraport steigert Gewinn

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ist auf Kurs. Die Gruppe steigerte ihr operatives Ergebnis (vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen; Ebitda) im Geschäftsjahr 2014 trotz erheblicher Geschäftseinbußen in Folge der Streiks bei der Lufthansa um 7,8 Prozent auf rund 790 Millionen Euro. Das teilte die im MDax notierte Fraport AG am Montag in Frankfurt mit. Unterm Strich erzielte der Konzern einen Überschuss von rund 252 Millionen Euro (plus 6,8 Prozent). Der Umsatz stieg um 0,8 Prozent auf rund 2,4 Milliarden Euro. Die Dividende soll um 10 Cent auf 1,35 Euro je Aktie steigen. (dpa)

"Sehr gute Aussichten"

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) blickt "sehr optimistisch" auf das baldige Auslaufen der Milchquoten. Die Milchmengen in Europa sind seit mehr als 30 Jahren gedeckelt,

Landwirtschaftsminister Christian Schmidt. Archivbild: dpa
um Überproduktion zu verhindern. Diese Begrenzung läuft Ende des Monats aus. "Die Aussichten sind für die Milcherzeuger, insbesondere auch für die deutschen, sehr gut", sagte Schmidt am Montag. Viele Bauern erwarten das Ende der Quote mit gemischten Gefühlen. Sie können zwar mehr verkaufen, ohne Strafe für die Überschreitung ihrer Quote zahlen zu müssen - fürchten aber zum Teil fallende Preise. Schmidt wies darauf hin, dass die Milchpreise derzeit steigen und dies sogar stärker in Süddeutschland als in Norddeutschland mit seinen größeren Höfen. (dpa)

Gefahr für die Gesundheit

Wegen großen Drucks am Arbeitsplatz gehen viele Beschäftigte fahrlässig mit ihrer Gesundheit um. Das ist das Ergebnis einer am Montag vorgestellten Studie der Bertelsmann-Stiftung. Demnach legt ein Viertel der befragten Vollzeit-Beschäftigen ein zu hohes Arbeitstempo vor. 18 Prozent stoßen oft an ihre Leistungsgrenzen, 23 Prozent machen keine Pausen. Jeder Achte kommt sogar krank zur Arbeit. Damit wachse bei vielen die Gefahr, die eigene Gesundheit zu gefährden, so das Ergebnis der Studie. 42 Prozent beklagten, dass das Arbeitsumfeld durch die Erwartung an steigende Leistungsziele geprägt werde. Für Brigitte Mohn vom Vorstand der Bertelsmann-Stiftung müssen die Unternehmen eingreifen. "Das Management kann die Leistungskultur maßgeblich beeinflussen und durch realistische Arbeitsziele ein gesünderes Arbeitsumfeld schaffen", sagte sie. (dpa)
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