Wirtschaftsnotizen

Eitel sucht Weg aus Krise

Das Autohaus Eitel (Thansüß, Kreis Amberg-Sulzbach) vollzieht den nächsten Schritt zur Bewältigung der Unternehmenskrise. Zum 1. April beginnt laut Sachwalter Dr. Matthias Hofmann (München) wie vorgesehen das Insolvenzverfahren. Die Autohaus Eitel GmbH & Co KG mit 200 Mitarbeitern an zwölf Standorten hatte im Januar beim Amtsgericht Amberg einen Antrag auf Eigenverwaltung gestellt, um seine Liquiditätsprobleme zu lösen. Nach einer dreimonatigen Phase, die dem Gericht und den Gläubigern die Zeit gab, die Berechtigung zu prüfen, startet nun in zwei Wochen das Hauptverfahren. Hofmann gab sich auf Nachfrage zuversichtlich. Es seien "mehrere Lösungen denkbar", das Unternehmen zu retten. (upl)

Pilotenstreik am Freitag

Bei der Lufthansa geht der mittlerweile zwölfte Pilotenstreik am Donnerstag und nunmehr auch am Freitag weiter. Nachdem am Mittwoch rund 750 Verbindungen der Kurz- und Mittelstrecke ausgefallen waren, wollen die Piloten der Vereinigung Cockpit an diesem Donnerstag ausschließlich Langstreckenflüge bestreiken. Für Freitag kündigte die Gewerkschaft am Abend jedoch weitere Streiks an - dann würden Kurz- und Mittelstreckenflüge der Lufthansa bestreikt. Flüge der Lufthansa-Töchter Germanwings und Eurowings seien hingegen nicht betroffen, hieß es in der Mitteilung. (dpa)

Bonus für Blessing

Erstmals seit der Finanzkrise hat Commerzbank-Chef Martin Blessing wieder einen Bonus erhalten. Neben einem Grundgehalt von 1,3 Millionen Euro kassierte der Manager noch einmal gut den gleichen Betrag als variable Vergütung. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht des Konzerns her-

Martin Blessing. Archivbild: dpa
vor. Damit beliefen sich seine Gesamtbezüge für 2014 auf 2,67 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor hatte er knapp 1,4 Millionen Euro verdient und dabei auf einen Bonus verzichtet. Die Commerzbank war in der Finanzkrise vom Steuerzahler mit 18,2 Milliarden Euro gerettet worden. Damit verbunden war zunächst auch eine Gehaltsbegrenzung. Der Staat ist immer noch mit 17 Prozent an der Commerzbank beteiligt. (dpa)

Rückzug aus Russland

Wegen der Absatzkrise in Russland zieht sich der Autobauer Opel zum Jahresende aus dem einstigen Hoffnungsmarkt zurück. Auch Chevrolet werde seine Präsenz in Russland zum Dezember weitestgehend einstellen, teilte die Opel-Mutter General Motors am Mittwoch mit. Das GM-Fahrzeugwerk in St. Petersburg wird stillgelegt, schon zur Jahresmitte soll das letzte Auto dort vom Band rollen. Auch die Auftragsfertigung von Chevrolet-Fahrzeugen bei GAZ wird beendet. Die Opel-Gruppe beschäftigt derzeit noch 1000 Mitarbeiter in St. Petersburg und 300 in Moskau. Die Marke Opel verkaufte 2014 mit knapp 65 000 Fahrzeugen gut 20 Prozent weniger als 2013. (dpa)
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