Wirtschaftsnotizen

Verdi-Streiks in München

Die Gewerkschaft Verdi hat für heute zu einer Kundgebung aufgerufen. "Rund 230 Kolleginnen und Kollegen fahren mit fünf Bussen aus der Oberpfalz nach München", berichtete Bezirksgeschäftsführer Alexander Gröbner am Mittwoch in einer Mitteilung. Unter anderem beteiligen sich die Wasserwirtschafts- und Bauämter, Straßen- und Autobahnmeistereien, die Universität sowie die OTH Regensburg, das Studentenwerk Niederbayern/Oberpfalz, die Uniklinik Regensburg und die Bayernhafen GmbH. Ein Grund für den Streik sei, dass die Arbeitgeber auch in der dritten Verhandlungsrunde erneut kein Angebot vorgelegt hätten und an Leistungseinschnitten in der Zusatzversorgung festhalten würden, hieß es weiter. Am Wochenende werden in Potsdam die Verhandlungen fortgeführt. (tos)

Porsche zahlt 8600 Euro extra

Die Erfolge des Sportwagenbauers Porsche zahlen sich auch für die Mitarbeiter aus. Die nach Tarifvertrag Beschäftigten der VW-Tochter bekommen für das Geschäftsjahr 2014 eine Sonderzahlung von 8600 Euro. 700 Euro sind davon für die persönliche Altersvorsorge vorgesehen. Die Belegschaft wurde am Mittwoch auf einer Betriebsversammlung über den Bonus informiert. Insgesamt können sich rund 14 600 der weltweit 22 400 Mitarbeiter über das Extra freuen. (dpa)

Umdenken bei Tierhaltung

Angesichts von Protesten gegen Massentierhaltung und übermäßigen Antibiotika-Einsatz mahnen Berater der Bundesregierung ein deutliches Umsteuern an. Für eine größere Akzeptanz in der Bevölkerung sollten Tiere genug Platz im Stall und Zugang zu Frischluft und Tageslicht haben. Damit wären allerdings höhere Lebensmittelpreise für Verbraucher verbunden, heißt es in einem am Mittwoch vorgelegten Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats für Agrarpolitik beim Landwirtschaftsministerium. Aus den Umstellungen würden jährliche Mehrkosten von bis zu fünf Milliarden Euro resultieren, die die Landwirtschaft nicht allein tragen könne. (dpa)

Patrizia steigert Vermögen

Immobilienverwalter Patrizia ist bislang nur im institutionellen Bereich tätig - nun will das Unternehmen noch 2015 auch Privatanlegern Immobilienfonds verkaufen. Finanzvorstand Arwed Fischer kündigte an, dass so in den nächsten fünf Jahren ein Immobilienvermögen von einer Milliarde Euro verkauft werden soll. Die Investoren müssten mindestens 15 000 Euro aufbringen und seien zehn Jahre gebunden. In dieser Zeit will Patrizia jährliche Renditen von vier bis sechs Prozent ausschütten. Nach der am Mittwoch vorgelegten Bilanz hatte Patrizia Ende 2014 Immobilien im Wert von 14,6 Milliarden Euro verwaltet (Vorjahr 11,8 Milliarden Euro). (dpa)

Automärkte China und USA

Die Autohersteller weltweit fahren einer McKinsey-Studie zufolge ihre Gewinne vor allem in China und Nordamerika ein. In China haben die Autobauer demnach 2014 mit 50 Milliarden Dollar (45,7 Milliarden Euro) fast so viel verdient wie weltweit im Jahr 2006. Das geht aus einer Untersuchung hervor, die die Unternehmensberatung am Mittwoch veröffentlichte. China und Nordamerika (38 Milliarden Dollar) trugen zwei Drittel zum Gesamtgewinn der Branche bei. Europa kam auf 14 Milliarden Dollar. Insgesamt verdiente die Autobranche 2014 mit 127 Milliarden Dollar so viel wie noch nie. (dpa)
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