Wirtschaftsnotizen

Rekordverlust für Air Berlin

Air Berlin hat im vergangenen Jahr den größten Verlust seiner Firmengeschichte gemacht. Für das Nettoergebnis 2014 gab die Fluggesellschaft bei Veröffentlichung vorläufiger Zahlen eine Spanne von minus 362 Millionen bis minus 387 Millionen Euro an. Die Restrukturierungskosten müssten noch abschließend berechnet werden, erläuterte dazu ein Air-Berlin-Sprecher am Donnerstagabend in Berlin. 2013 hatte der Verlust 316 Millionen Euro betragen. Der Umsatz der zweitgrößten deutschen Fluggesellschaft lag 2014 fast unverändert zum Vorjahr bei 4,16 Milliarden Euro (2013: 4,15 Mrd. Euro). (dpa)

Deutschland-Chef geht

Sky Deutschland bekommt einen neuen Chef. Der bisherige Boss des Bezahlsenders, Brian Sullivan, gebe seinen Posten Ende Juni auf und kehre zurück in die USA, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Nachfolger wird der bisherige Sport-Vorstand Carsten Schmidt. Sullivan war 2010 an die Spitze des Konzerns gerückt. Völlig überraschend kommt Sullivans Abgang nicht - der Manager hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass er nach vielen Jahren in Europa in absehbarer Zeit mit

Carsten Schmidt. Bild: Sky/dpa
seiner Familie wieder zurück in die USA will. Zwar schreibt Sky Deutschland unter dem Strich noch immer Verluste, doch die Wende scheint geschafft. Die Abo-Zahlen wachsen, das Minus wird stetig kleiner. Sky Deutschland gehört zu mehr als 95 Prozent dem britischen Mutterkonzern Sky. (dpa)

Teilerfolg für Porsche

Die Porsche Holding hat bei ihren diversen Rechtsstreitigkeiten wegen der Übernahmeschlacht um Volkswagen einen Teilerfolg errungen. Das Oberlandesgericht in Stuttgart wies am Donnerstag die Klage mehrerer Hedgefonds ab, die 1,2 Milliarden Euro Schadenersatz von der Holding gefordert hatten. Hintergrund ist Porsches gescheiterter Übernahmeversuch von VW 2009. Die Fonds fühlten sich rückblickend getäuscht und wollen Geld zurück, das sie damals an der Börse verloren hatten. Nach Ansicht des Gerichts hat Porsche in dem Zusammenhang allerdings keine "grob unrichtigen Auskünfte" gegeben. Allerdings laufen mehrere Klagen gegen die Porsche Holding. (dpa)

Schutz für Spareinlagen

Der Bundestag hat zusätzliche Schutzmaßnahmen für das Vermögen von Sparern beschlossen. Mit großer Mehrheit verabschiedete das Parlament am Donnerstag die Umsetzung einer entsprechenden EU-Richtlinie. Für einen verbesserten Schutz der Gelder sieht die Richtlinie vor, dass jedes EU-Land einen Einlagensicherungsfonds aufbaut. In Deutschland gibt es bereits einen Einlagenschutz der Banken, der über die europäischen Mindeststandards hinausgeht. Im Falle einer Pleite sollen Sparer ihr Geld innerhalb von sieben Arbeitstage bekommen. Zudem wird die Auszahlung durch ein antragsloses Verfahren vereinfacht, der Umfang für besonders schutzwürdige Einlagen ausgeweitet. (dpa)
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