Wirtschaftsnotizen

Postbank: Urabstimmung

Im Tarifkonflikt bei der Postbank um eine Verlängerung des Kündigungsschutzes hat am Dienstag die Urabstimmung begonnen. Bis 18. April könnten die Tarifbeschäftigten für einen flächendeckenden Streik bei dem Geldinstitut votieren, sagte ein Verdi-Sprecher am Dienstag. Die Warnstreiks sollen in ausgewählten Regionen auch in den kommenden Tagen fortgesetzt werden, hieß es. Hintergrund des Konflikts sind die unklaren Perspektiven bei der Tochtergesellschaft der Deutschen Bank. Spekulationen über einen Verkauf oder Teilverkauf beziehungsweise der Platzierung eines größeren Aktienpaketes der Postbank an der Börse haben Befürchtungen über einen Stellenabbau ausgelöst. (dpa)

Allianz der Musik-Stars

Mit einem Großaufgebot an Stars im Rücken will Jay Z den Streaming-Markt aufmischen. In der Nacht auf Dienstag stellte der Rap-Mogul in New York erstmals konkrete Pläne für seinen Flatrate-Musik-Dienst Tidal vor, der

Rapper Jay Z. Archivbild: dpa
ab sofort auch in Deutschland verfügbar ist. Jay Z gelang es, für das Projekt diverse Stars mit ins Boot zu holen - von Coldplay, Madonna über Rihanna bis hin zu Usher. Auch Beyoncé, die Frau von Jay Z, ist dabei. Tidal ist teurer als Wettbewerber wie Spotify und hat keine werbefinanzierte Gratis-Version. Im Kurznachrichtendienst Twitter gab es Beschwerden über den hohen Preis von 19,99 Euro beziehungsweise Dollar pro Monat für den "Hifi"-Dienst. Die Firma begründet dies mit der hohen Qualität. Die Basisvariante "Premium" kostet 9,99 Euro oder Dollar. Tidal wirbt mit etwa 25 Millionen Songs und 75 000 Musikvideos. (dpa)

Verdi verlängert Streiks

Die Streiks beim Online-Versandhändler Amazon werden an vier Standorten bis zum Gründonnerstag verlängert. Das teilte die Gewerkschaft Verdi am Dienstag mit. Dies betreffe die Standorte Rheinberg, Werne (beide Nordrhein-Westfalen), Bad Hersfeld (Hessen) und Leipzig (Sachsen) bis zum Ende der Spätschicht. Der Verdi-Vorsitzender Frank Bsirske sagte der Mitteilung zufolge auf einer Streikversammlung in Werne: "Wir geben keine Ruhe, solange es keine Tarifverträge gibt." (dpa)

Teurer Konzernumbau

Der Konzernumbau hat Bertelsmann 2014 einen Rückgang des Gewinns um rund 35 Prozent auf 573 Millionen Euro beschert. Das teilte Vorstandschef Thomas Rabe am Dienstag in Berlin mit. Der Medienkonzern hatte sich unter anderem von rückläufigen Geschäften im Druckbereich und beim Buchclub im Ausland getrennt. Auch Abschreibungen im Ungarn-Geschäft der TV-Tochter RTL drückten den Gewinn. Gleichzeitig investierte das Unternehmen zum Beispiel in den Musikrechteverwerter BMG und in Bildungsportale. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 16,7 Milliarden Euro. (dpa)
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