Wirtschaftsnotizen

Über zehn Stunden arbeiten

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) will die Möglichkeit zu längerem Arbeiten erleichtern. Bei Saisonarbeiten wie etwa in der Erntezeit im Sommer oder auf dem Bau sei die Beschränkung der Arbeitszeit auf zehn Stunden täglich im Arbeitszeitgesetz das eigentliche Problem, sagte Nahles dem "Spiegel". Dafür gebe es eine Lösung. Mit ihren Kollegen in den dafür zuständigen Bundesländern habe sie verabredet, "dass es für Ausnahmefälle bei der Saisonarbeit flexible Möglichkeiten geben soll, über die im Arbeitszeitgesetz generell vorgesehenen maximal zehn Stunden zu gehen". (dpa)

Samsung: Lieferengpässe

Zum Verkaufstart seiner neuen Smartphone-Spitzenmodelle hat Samsung vor kurzfristigen Lieferengpässen gewarnt. Als Grund gab das südkoreanische Elektronikunternehmen am Freitag an, dass die Nachfrage nach den Geräten Galaxy S6 und S6 Edge über den eigenen Planungen liege. "Die Versorgung könnte anfangs nicht vollständig sichergestellt sein", erklärte das Unternehmen. Dem "Wall Street Journal" zufolge stellt vor allem die ausreichende Produktion der Bildschirme das Unternehmen vor Probleme. Die neuen Smartphones sind seit Freitag in 20 Ländern - darunter Deutschland - erhältlich. Zur Menge der Vorbestellungen könne Samsung nichts sagen, sagte eine Sprecherin. (dpa)

Chancen auch in Russland

Europas größter Tickethändler, die CTS Eventim (Bremen), nimmt verstärkt Märkte im Ausland ins Visier. Nach dem Aufstieg der Aktiengesellschaft in den MDax sieht das Unternehmen vor allem in Lateinamerika und Russland große Chancen. Das sagte Unternehmensgründer und Vorstandschef Klaus-Peter Schu-

Innerhalb weniger Jahre ist der Tickethändler CTS Eventim Marktführer in Europa geworden. Bild: dpa
lenberg der dpa. CTS Eventim be-treibt inzwischen auch Spielstätten, darunter die Arena in Köln. Dem Unternehmen gehören mehrere Veranstaltungsagentu-ren. Beschwerden von Verbraucherschützern über Gebühren etwa für selbst ausgedrückte Onlinetickets hält Schulenberg nicht für berechtigt. "Wir halten eine sehr aufwendige Software- und Serverstruktur vor, deren Kosten gedeckt werden müssen." Auch laufende Untersuchungen des Bundeskartellamtes sieht Schulenberg gelassen. Alle Fragen zum Markt des Ticketvertriebs, zu Veranstaltungen und zur Marktposition des Unternehmens seien beantwortet worden. (dpa)

BMW: Rückruf in USA

BMW und Nissan beordern in den USA Fahrzeuge in die Werkstätten. Der Rückruf betrifft etwa 76 000 Nissan Rogue SUV von 2014 und rund 18 000 BMW-Modelle der 2er, 3er und 4er Reihe aus den Jahren 2014 und 2015. Das zeigen Dokumente, die am Freitag von der US-Verkehrsaufsicht NHTSA veröffentlicht wurden. Wegen einer fehlerhaften Vernickelung könnten Benzinpumpen des Zulieferers Bosch ohne Warnung ausfallen, heißt es in den Unterlagen. (dpa)
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