Wirtschaftsnotizen

Abrücken von Winterkorn

Nach einer Flut von Unterstützern für Martin Winterkorn zweifelt im Lager der Volkswagen-Eigentümer einem Medienbericht zufolge der drittgrößte Aktionär an einer Zukunft des Chefs im Konzern. Zwar zeigte sich dem "Handelsblatt" zufolge das Umfeld des VW-Großaktionärs Katar am Mittwoch empört über den Alleingang von VW-Patriarch Ferdinand Piëch, der Winterkorn öffentlich das Vertrauen entzogen hatte. Gleichzeitig jedoch stehe für den Investor mit 17 Prozent der VW-Stimmrechte fest, dass Winterkorn nur schwer zu halten sein werde, nachdem er bei Piëch "in Ungnade gefallen ist", zitiert das Blatt aus dem Umfeld des Staatsfonds. (dpa)

Chinesen kaufen Segway

Der US-Rollerhersteller Segway ist von dem chinesischen Startup-Unternehmen Ninebot gekauft worden. "Wir haben uns viel von Segway abgeschaut. Jetzt gehört uns das Unternehmen", sagte Ninebot-Chef Gao Lufeng am Mittwoch in Peking. Segway-Präsident Rod Keller wurde per Video aus den USA zugeschaltet und begrüßte das Geschäft: "Zusammen können wir die Entwicklung von Produkten vorantreiben und neue Märkte erobern." Der Kaufpreis für Segway wurde nicht genannt. Gao machte keinen Hehl

Segway-Fahren war vor Jahren sehr angesagt. Archivbild: dpa
daraus, dass sich sein Unternehmen bei der Entwicklung seiner Stehroller stark am Marktführer Segway orientiert. "Segway ist ein Vorbild", betonte Gao. 2012 hatte er Ninebot zusammen mit seinem Studienkollegen Wang Ye gegründet. Die Firma ist im Steuerparadies Cayman Islands registriert, aber hat ihren Hauptsitz in der chinesischen Hauptstadt Peking. Die Marken Segway und Ninebot sollen weiterbestehen bleiben, kündigte Gao an. Hinter der Übernahme stehen reichte Unterstützer in China. So gehört das Technologieunternehmen Xiaomi zu den Geldgebern. Ninebot übernahm Segway von Summit Strategic Investments, die die Firma 2013 gekauft hatte. (dpa)

Startschuss für Terminal 3

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport beginnt noch dieses Jahr mit dem Bau des umstrittenen Terminals 3. Das kündigte Vorstandschef Stefan Schulte am Mittwoch an. Das neue Abfertigungsgebäudes soll im Süden des Airports entstehen. "Mit einem Investitionsvolumen von 2,5 bis 3 Milliarden Euro ist der Bau des Terminals 3 eines der großen Infrastrukturprojekte in Deutschland", sagte Schulte. Das neue Gebäude soll im Jahr 2022 in Betrieb genommen werden. Der Flughafenbetreiber begründet den geplanten Bau mit Kapazitätsengpässen an den bestehenden Abfertigungsgebäuden und der erwarteten Zunahme des Luftverkehrs. Kritiker befürchten dagegen, dass größere Kapazitäten zu mehr Verkehr und damit zu mehr Lärm führen. Außerdem bezweifeln sie die Notwendigkeit eines weiteren Terminals. (dpa)
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