Wirtschaftsnotizen

LFA: Weniger Förderkredite

Eine verhaltenere Investitionstätigkeit der Mittelständler hat 2014 die Kreditnachfrage bei der LFA Förderbank Bayern gedämpft. Nach 1,95 Milliarden Euro im Vorjahr seien 2014 rund 1,74 Milliarden Euro an Förderkrediten ausgereicht worden, teilte die LfA am Donnerstag in München mit. Das Geld ging an rund 5500 Unternehmen und 111 Kommunen. Dank der Förderkredite hätten die Firmen Investitionen von 2,34 Milliarden Euro tätigen und 6500 neue Arbeitsplätze schaffen können, sagte Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU). Die Bank ist eine Spezialbank für die Wirtschaftsförderung im Freistaat. 2014 erzielte sie wie im Vorjahr einen Überschuss von 59 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte davon fließt in den Staatshaushalt. (dpa)

Bahn verhandelt mit GDL

Die Deutsche Bahn und die Lokführergewerkschaft GDL haben ihre Tarifverhandlungen wieder aufgenommen. Die Parteien kamen am Donnerstag in Frankfurt zusammen und wollten bis Freitagnachmittag miteinander sprechen, wie Sprecher beider Seiten bestätigten. Zuvor hatte GDL-Chef Claus Weselsky den Druck auf die Bahn erhöht. "Am Freitag muss ein vernünftiges Zwischenergebnis stehen, das auch fixiert wird", hatte er vor den Gesprächen verlangt. Der Bahn warf Weselsky eine Verzögerungstaktik vor. Dies wies der bundeseigene Konzern zurückwies. (dpa)

GM haftet nicht

Im Rechtsstreit um defekte Zündschlösser mit tödlichen Unfallfolgen könnte der Autohersteller General Motors Entschädigungen in Milliardenhöhe entkommen. Richter Robert E. Gerber entschied in New York, das Unternehmen könne für die meisten Opfer nicht haftbar gemacht werden. Grund ist die Insolvenz, die der Opel-Mutterkonzern 2009 durchlaufen hatte. Die aus der Insolvenz hervorgegangene Firma könne nicht für die Vorgängergesellschaft verantwortlich gemacht werden. Wegen einer Fehlfunktion konnten die Zündschlüssel in voller Fahrt in die Aus-Position springen. (dpa)

Ex-IWF-Chef Rato in Haft

Der ehemalige Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF), Rodrigo Rato, ist unter dem Vorwurf der Geldwäsche, des Steuerbetrugs und der betrügerischen Vermögensverschiebung festgenommen worden. Rato sei am Donnerstag nach einer Durchsuchung seiner Wohnung in Madrid abgeführt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur efe. Unter Berufung auf Justizkreise hieß es, der Richter habe eine vorläufige Festnahme angeordnet. (dpa)
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